Silent Hill 2: Revelation

Silent Hill: Revelation

Revelation, das ist der englische Begriff für Offenbarung und als solche tituliert sich das Sequel der Horror-Computerspiel-Verfilmung Silent Hill. Doch wer den ersten Teil mochte, sollte ihn lieber in guter Erinnerung behalten und sich den zweiten sparen, oder wenigstens warten, bis er im Laden für ein paar Euro auf dem Grabbeltisch landet.

Silent Hill 2 „Revelation“ (3D) wurde mit lediglich dem halben Budget des ersten Teils umgesetzt, dafür aber in 3D. Beides merkt man dem Film deutlich an. Regisseur Michael J. Bassett, der sich bereits mit der Comic-Verfilmung Solomon Kane nicht in bester Erinnerung blieb, hetzt die Darsteller in nur 91 Minuten durch eine mehr als abstruse und in vielen Punkten zum ersten Teil widersprüchliche Story. Das schafft er, in dem er Figuren nicht groß einführt. Stattdessen übernehmen sie dies in bester Theatermanier einfach selbst und erklären sich grundlos und ausführlich.

Es folgt eine sinnbefreite Aneinanderreihung von Effekten die ihre Wirkung völlig verfehlen. Der erste Teil kann noch mit einer dichten Atmosphäre glänzen, die Revelation völlig fehlt. Der Film gibt sich nicht die Zeit Spannung aufzubauen. Er ist zu hell, zu bunt, zu klar und die 3D-Effekte zu gewollt, sodass sie in 2D zusätzlich stören. Auch frage ich mich, für welche Zielgruppe der Film gedacht ist, wenn ein mit „For Sharon“ beschrifteter Brief und das Schild „Welcome to Silent Hill“ allen ernstes einen deutschen Untertitel bekommen..

Bei den Darstellern irritieren vor allem zwei Dinge: Zum einen sieht Adelaide Clemens (Sharon) Michelle Williams zum verwechseln ähnlich, zum anderen fragt man sich warum Sean Bean es sich antut hier nochmal mitzuspielen. Ob seine diversen Ehen und Töchter da vllt. ein Grund sein könnten? Man weiß es nicht. Und Kit Harington wäre mal besser in Game of Thrones auf seiner Mauer hocken geblieben…

Eine dritte Überraschung hatte dann am Ende das Internet parat. Carrie-Anne Moss – ihr wisst schon, Neos großer Schwarm in der Matrix-Trilogie – spielt als Claudia mit. Hatte ich gar nicht erkannt. Das spricht für sich gesehen nicht für oder gegen die Arbeit der Maskenbildner(in), aber hier wurde wohl am deutlichsten gespart. Sowohl Alessa als auch die große Widersacherin Claudia sehen aus, als seien sie gerade einer billigen Serie entsprungen.

Überhaupt bleibt am Ende die Frage, warum dieser Film in die Kinos durfte, während deutlich bessere Filme als  Direct-to-Video erschienen sind. Selbst wenn ich krampfhaft versuche etwas positives zu finden – mir fällt nichts ein. Selbst die Resident Evil Reihe hat mehr Teile gebraucht um sich gegenüber dem ersten Teil so sehr zu verschlechtern.

Kommentare (7)

  1. Ich kenne den Abschnitt mit den Sirenen und wie sie dann in die „Kirche“ flüchten und da sicher sind usw. aus einem anderen Film, mir fällt aber nicht ein aus welchem genau…

    Ich habe SawVI in 3D gesehen und mir erstmal abgeschworen, die Technik war für meinen Geschmack noch nicht so weit.

    Aber sonst macht der Film einen guten Eindruck :)

  2. Wenn der Film nichts kann, bringt dir keine Technik was. Dass sie sehrwohl soweit ist zeigen Filme wie Avatar, Iron Man 3 (letzte Woche noch in 3D gesehen), Inception, Prometheus, ..
    Diese Filem funktionieren aber auch wunderbar ohne 3D, sehen hervorragend aus und haben nicht in 2D Szenen mit Perspektiven, wo man sich denkt, was zum Teufel das nun soll. Effekte sollten nicht eingebaut werden, nur um das Gehalt von irgendeinem Typen am Computer zu rechtfertigen.

  3. Ich habe leider Avatar nicht in 3D gesehen – Leute in meinem Umfeld die den gesehen haben hatten gespaltene Meinungen, mache fanden es zum auspflippen, andere wiederum fanden es schade den in 3D gesehen zu haben für mehr Geld. Ich habe mir bis jetzt nur SawVI im Kino und zuhause auf einem 3D-Fernseher Final Fantasy 5 oder 6 in 3D gesehen und beide waren wirklich überhaupt nicht überzeugend. Saw6 habe ich 2009 gesehen, kann natürlich durchaus sein, dass es sich hier vieles getan hat.

    Ich habe mir abgeschworen den dritten Teil von Iron Man zu sehen nach dem zweiten Teil… vielleicht breche ich mein Versprechen und schaue es mir doch an, so kann ich meine derzeitige Meinung wiederlegen oder festigen :)

    Fandest du den gut?

  4. Iron Man 3 kann ich nur empfehlen, egal ob 2D oder 3D. Sehr gute Story, der gewohnt gute Mix an coolen Sprüchen, die stets auf den Punkt sitzen und – zumindest für meinen Geschmack – nicht gezwungen wirken. Der Film beinhaltet sogar den einen oder anderen unerwarteten Twist.

    Ich würde mich der Meinung anderer insofern anschließen, als dass ich diesen Teil auch für den besten der drei halte. Popcorn-Kino at its best und das sage ich als jemand der

    a) nicht auf völlig stumpfe Unterhaltung steht und
    b) Popcorn nichts abgewinnen kann.

    Iron Man ist so ein Superheld von nebenan. Auch wenn er natürlich superreich ist, die ganzen Chicas abschleppt(e) und mit Hammer und Schraubenzieher in 5 Minuten allein mehr ausrichten kann als das A-Team und McGyver zusammen in drei Staffeln ;-)

  5. :-D McGyver übertrifft keiner bei der Tüftelei, ausgenommen Chuck Norris!

    Kinostart war ja Anfang Mai, etwas Zeit habe ich noch. Ich werde mir den Film anschauen, bei der IMDb wurde der erste Teil am besten bewertet. Aber allein wegen der guten 3D gehe ich hin.

    Danke für die Infos/Meinung.

  6. Schade ich wollte den Filme eigentlich sehen, jetzt ist mir die lust darauf vergangen.

  7. Ja, mir ist auch die Lust vergangen, aber ich kann auch Iron Man empfehlen… Hammer Film!!

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