Der Weg zum Starcraft-Ruhm ist steinig..

Es war 2010, als ich eine kleine Weile lang StarCraft II: Wings of Liberty gespielt habe. Größtenteils war ich nur in den Missionen unterwegs und dann eben mit einem Freund auch online. Gut war ich nie. Nach meinen Placement Matches landete ich unter der Saison in einer Silber-Liga und schloss diese mit einem wenig grandiosen Platz 67 ab. Schon in der nächsten Saison (nun in Bronze) spielte ich nur noch so wenig, dass ich Vorletzter, also 99. wurde.

Mit der Veröffentlichung der Expansion Heart of the Swarm für Starcraft 2 hat es mich wieder gepackt und ich habe wieder „Bock“. Es gibt ein paar neue Einheiten, eine Menge Finetuning, neue Maps, neue Ligeneinteilung mit verbessertem Ranking… und folgerichtig finde ich mich nun in einer Bronze-Liga wieder. Klar, immerhin habe ich alle 5 Platzierungsspiele verloren, obwohl ich doch so schön gegen die KI geübt hatte..

In der Liga geht es so halbwegs. Meinen bisher gerade einmal 4 Siege stehen aktuell 10 Niederlagen entgegen (inkl. der Placement-Matches), doch das reicht gerade noch für Platz 31. Die drei Spiele gestern und die drei heute habe ich allesamt verloren. Bei der Ursachenforschung wird mir klar, dass ich mich zu sehr angepasst habe.

Man verliert ein Spiel gegen irgendeinen Cheeser mit All-In-Rush oder sonstigen auf möglichst schnellen Erfolg abzielenden Taktiken. Da denkt man sich schnell, dass man das doch auch kann und hat womöglich noch Erfolg. Doch diesen Erfolgen steht entgegen, dass man nicht lernt das Spiel „richtig“ zu spielen und sich adäquat weiterzuentwickeln.

Und so muss ich mir selbst eintrichtern mich an meine eigenen Vorgaben zu halten. D.h. ich muss mein Makrospiel darauf ausrichten, ein Late-Game zu erreichen. Dazu kommt es oder auch nicht, aber das ist worauf ich vorbereitet sein muss. Wenn ich versuche möglichst viel mit einer Spezial-Build-Order den Gegner auszutricksen werde ich nur bei denen Erfolg haben, die entweder richtig übel sind oder ebenso kurzsichtig wie ich agieren. Das ist – für mich – aber nicht das Ziel. Also schön konzentriert Makro betreiben, immer fleißig (passende) Units pumpen und aus guter Defensive heraus agieren. So muss es laufen als Terraner, dann klappts auch mit mehr Siegen in Starcraft II. Bessere Platzierungen, vllt. auch Aufstieg in Silber, Gold, .. das kommt dann von ganz alleine.

Oberstes Ziel ist der Spaß am Starcraft-Spiel und darum sollte man sich auch nicht ärgern wenn man verliert, auch nicht gegen Cheeser und All-Ins. Es kommt die Zeit, wo man sie alle in die Tasche steckt. Vllt. ja schon im morgigen Feierabend..

Kommentare (5)

  1. Danke mein Freund!
    Dank Dir habe ich wieder ein Spiel gefunden, was ich gerne Spiele. Danke!

  2. So lange hab ich in meinen jungen Jahren auf den zweiten Teil gewartet, letztendlich hab ich dann nur ein paar Runden Beta gespielt. Es ist einfach nicht mehr die Zeit da zum zocken so wie früher. Aber jedes Mal wenn ich wie hier darüber lese wäre der Reiz wieder da.

    Wie lange habe ich an Starcraft 1 gespielt und hab ein Grossteil meines Geldes in die Modemconnection investiert :-). Oh mann ich bin alt…

  3. Ich bin auch nicht der, der sich Stunden Zeit nimmt um zu zocken. Tatsächlich versuche ich eine Balance zu finden zwischen Replay-Casts schauen und selber spielen. 2-4 Matches mache ich an einem Abend – wenn ich spiele, abhängig auch davon wie lange sie jeweils dauern.

    Aber ich mags irgendwie, auch wenn ich aktuell nur auf Platz 20 in einer Bronze-Liga bin und Bronze in HotS nur 8% der Spieler beherbergt. Aber es geht ja um den Spaß :-)

  4. Naja, Prioritäten ändern sich ja auch immer. Aber ganz werd ich dem Hobby nie entsagen soviel ist sicher ;-). Und das schlimme bei den ganzen Ligen und Ladders ist ja das soviele mitspielen… es gibt immer jemand der besser ist als du :-P.

  5. Hach ja! Der Bericht macht doch wirklich Lust, doch noch mal anzufangen *schwärm*

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