Diablo 3 und die Mindestanforderungen

Vor einer Woche also begann der holprige Start von Blizzards heißersehntem dritten Teil der Diablo-Spielserie. Mittlerweile hat der Staub sich etwas gelegt und die Diablo 3 Battle.net Server laufen zuverlässig; Zeit, nochmal einen Blick auf das untere Ende des Leistungsspektrums zu werfen, nachdem ich am öffentlichen Beta-Wochenende bereits bemerkte, dass das Spiel mit einer NVidia Geforce 9400M praktisch nicht spielbar ist.

Update:
Wie Blizzard bekannt gibt wird es in Kürze ein Update geben, das auf dem Mac die Performance mit Chips der NVidia 9400-Serie auf dem Mac stark und moderat bei anderen Chips verbessern soll.

Die Hoffnungen, dass die finale Version flüssiger laufen würde, hat sich für mich nicht erfüllt. Betaversionen enthalten mitunter noch Debug-Code der die Leistung negativ beeinflusst. Auch waren die Server am Beta-Wochenende häufig überlastet – mit damals noch unklaren Konsequenzen auf die Game-Performance. Mittlerweiele hat mir ein Arbeitskollege den seiner Diablo III Packung beiliegenden Code für die Diablo 3 Testversion gegeben und ich habe mich nochmals am MacBook an die Installation gemacht. Nein, das Spiel wurde nicht schneller und die Suche in diversen Foren und Blizzards Supportbereich bestätigte meinen Eindruck.

Wo 9400 weniger als 8600 ist

Offiziell lauten die Minimalanforderungen in Sachen Grafikkarte für Diablo 3, dass eine Nvidia Geforce 7800 GT / AMD Radeon HD 1950 Pro für Windows, bzw. eine Nvidia Geforce 8600 GT / AMD Radeon HD 2600 für Mac OS X. Da kommt man als Otto-Normal-Verbraucher doch auf die Idee, dass auf dem Mac eine 9400M über den Mindestanforderungen liegt und demnach ebenso ausreichen sollte. Doch weit gefehlt. Grund sind die teils sehr undurchsichtigen Modellbezeichnungen der Grafikchiphersteller.

Auch wenn die Geforce Chips der 9er Serie die Nachfolger der 8er waren, waren sie kaum schneller. Hinzu kommt die Leistungsstaffelung innerhalb der Serien, wo eine x600 GT deutlich flinker ist als eine x400er. Im Grunde kann man sagen, dass die Modelle der 8er denen der 9er Serie weitestgehend entsprechen. D.h. aber auch, dass die 8600 GT, die als Mindestanforderung auf dem Mac genannt ist, deutlich schneller ist als die 9400M, die ich und viele andere in ihren 2008er / 2009er MacBooks verbaut haben. Mit der 9400M bekommt man kaum einmal 20 Bilder pro Sekunde hin. Selbst unter Windows (hier sind die Treiber besser optimiert) ist nicht signifikant viel mehr aus der Hardware rauszuholen. Selbst wenn alle Details auf das Minimum heruntergestellt sind und man die Auflösung auf 800×600 (was schrecklich aussieht) verringert, ändert sich daran nichts.

Wie es hier im Büro auf dem 2009er iMac mit AMD Radeon HD 2600 Pro aussieht habe ich noch nicht getestet, da wir gerade erst unsere 100 MBit-Anbindung bekommen haben und ich den Key daheim liegen habe. Aber ich will ja auch keine Überstunden schieben nur um Diablo zu spielen ;)

Die richtige Grafikkarte für vollen Spielgenuss

Auf gamestar.de gibt es einen guten Artikel zu Mindestanforderungen und Grafikvergleich von Diablo  auf Windows. Hier kann man direkt sehen welche Einstellung sich wie auf die Grafikqualität auswirkt und mit welcher Karte das Spiel in welcher Auflösung wie läuft. So heißt es hier: „Um Diablo 3 in Full HD mit maximalen Details genießen zu können, ist bereits eine Grafikkarte vom Schlag einer Geforce 8800 GTX oder einer Radeon 4870 ausreichend. In Kombination mit einem halbwegs aktuellen Dual-Core-Prozessor und 2,0 GByte Arbeitsspeicher bleibt die Bildwiederholrate selbst bei intensiven Szenen mit vielen Zaubereffekten und Charakteren stabil. “

Eine solche Radeon 4870 bekommt man z.B. auf Amazon neu aus Restbeständen ab 120 Euro, gebraucht für die Hälfte oder weniger. Die Preise für eine Geforce 8800 GTX liegen auf Amazon etwa ähnlich.

Wir Mac-Besitzer schauen hier meist in die Röhre, denn aufrüsten können wir nur beim Mac Pro und auch nur mit bestimmten Karten und beides ist in der freien Wildbahn bei Privatnutzern höchst selten anzutreffen. Bleibe ich eben bei StarCraft II. Das ist eh variabler :P

Kommentare (2)

  1. Pingback: Diablo 3: Neuer Patch beschleunigt Mac Version - IT und Entwicklung - Alexander Langer

  2. Ich weiss jetzt nicht in wie fern das möglich ist auf macs aber ich habe selbst eine 9400er und übertakte die mit dem rivatuner. Seitdem läuft das Spiel halbwegs geschmeidig. Je nach dem wieviel Mitspieler und Gegner im Bilde sind ruckelt es noch ab und zu aber die Verbesserung zu davor ist grossartig. Hab die GPU um 22% und den Speicher um 40% übertaktet und keine Abstürze oder ähnliches von daher wärs vielleicht einen Versuch wert das auch auf deinem Mac zu versuchen

    Grüße
    Das Relinkt

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