Raspberry Pi ist Ende Februar lieferbar

Wenn nichts Unvorgesehenes dazwischen kommt wird der SBC (Single Board Computer) Raspberry Pi Ende Februar lieferbar sein. Liz Upton veröffentlichte gerade die gute Nachricht und erklärte auch, warum es zuletzt doch noch zu Verzögerungen kam.

So sieht das Board-Design einen Quartz vor, der beim Hersteller in China schlecht lieferbar war und zunächst einmal geordert und angeliefert werden musste. Ursprünglich ging das Team von einer Platinenfertigung in Großbrittanien aus und der gewählte Baustein war dort der günstigste verfügbare. In China selbst ist eine günstigere Alternative verfügbar, die aber kleiner ist und damit nicht in das aktuelle Board-Design passt. Spätere Chargen könnten aber mit diesem Baustein ausgestattet werden. Die Produktion wurde außerplanmäßig nach China verlagert, nachdem ziemlich bescheuerte Regeln für Einfuhrzölle auf elektronische Bauteile die ursprüngliche Kalkulation durchkreuzt hatten.

Die erste Charge von 10.000 Raspberry Pi Boards enthält ausschließlich den Typ B  mit 2 USB-Anschlüssen, 256 MB RAM und RJ45 Ethernet. Der zugesicherte Liefertemin in China ist der 20. Februar, danach muss die Ware noch nach Großbrittanien geflogen werden, von wo aus Verkauf und Versand über den Raspberry Pi Onlineshop erfolgen. Liz und Eben Upton werden möglicherweise zur Endabnahme nach China reisen und den Versand von dort aus koordinieren.

Der Raspberry Pi ist ein erweiterbarer Einplatinencomputer (SBC, Single Board Computer) auf Basis des Broadcom BCM2835 Mikroprozessors, der neben einem mit 700 MHz getakteten ARM11 Kern u.a. auch einen Broadcom Video Core IV Grafikprozessor (GPU) enthält, der leistungsfähiger als NVidias Tegra 2 ist. Er kann Videos in Full HD via HDMI abspielen und hat reichlich Leistungsreservern auch für 3D-Grafik über. Durch seine Leistungsfähigkeit und den geringen Preis von rund 27 Euro (zzgl. Versand)bietet er sich als Einstieg ins Computing und als Entwicklungsplattform für eigene Projekte an.

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass für den Raspberry Pi mit RaspBMC eine Linux-Distribution mit Ableger der Media Center Software XBMC entwickelt wird (Raspberry Pi bekommt eine eigene XBMC Distribution).

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