Raspberry Pi bekommt eine eigene XBMC Distribution

Der Einplatinencomputer Raspberry Pi bekommt mit RaspBMC eine kleine erweiterbare Linux-Distribution mit einer eigens angepassten Version der beliebten Open Source Media Center Software XBMC spendiert. Im Januar hatte es bereits auf der Linux Expo Südkalifornien SCALE 2012 eine Demo gegeben, die XBMC zeigt, welches Videos in 1080p (Full HD) auf dem Raspberry Pi abspielt:

Über den Raspberry Pi

Der Rpi ist ein Einplatinencomputer in etwa im Format einer Scheckkarte (ca. 86 x 54 mm). Darauf befinden sich ein mit 700 MHz getakteter Prozessor aus dem Hause Broadcom mit ARM11 Kern. Version A bringt für rund US 25$ 128 MB RAM, Version B für US 35$ zusätzlich eine zweite USB-Schnittstelle, eine RJ45 Netzwerkschnittstelle und 256 MB RAM. Beide Versionen verfügen über eine integrierte Broadcom Video Core IV GPU (Grafikprozessor), dessen Leistungsfähigkeit deutlich über NVidias Tegra 2 liegt, geben Videos über eine Composite und HDMI-Schnittstelle aus und Ton über HDMI und 3,5mm Klinke. Als lokaler Datenspeicher kann eine Secure DigitalSD / MMC / SDIO Karte verwendet werden und ferner gibt es u.a. noch diverse Outputs (GPIO, I2C, SPI, ..) für Hardware-Erweiterungen.

Der Fokus der britischen Raspberry Pi Stiftung liegt im Bildungsbereich. Die Idee ist es eine günstige Hardware zur Verfügung zu stellen und auch finanziell schwachen Einrichtungen und Personen die Möglichkeit zu geben sich mit Computern auf einer eher technischen Ebene zu beschäftigen und so wieder einen anderen Zugang zur Technik und ihrer Funktionsweise zu bekommen. Pate bei der Idee standen die eigenen Erfahrungen der Gründer und Entwickler mit den frühen Homecomputern der 80er Jahre, wie Sinclair ZX, u.ä.