Rezept: Knusprige Hähnchenschenkel auf pikanten Kartoffeln aus dem Ofen

Ich bin kein großer Geflügelesser, aber irgendwann muss man ja über den eigenen Schatten springen und Abwechslung in die Küche bringen. Drum nahm ich mir neulich zwei Hähnchenkeulen mit und überlegte mir abends, was ich damit anstellen könnte. Heraus kam ein einfaches wie leckeres Gericht – und das Rezept geht so:

Zutaten (für 2 Portionen)

  • 2 Hähnchenschenkel
  • 500g Kartoffeln (festkochend / vorw. festkochend)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 ml süße Sahne
  • 50-80g geriebenen Käse (Grana Padano oder ein anderer Hartkäse)
  • Paprika-Pulver edelsüß
  • Rosen-Paprika-Pulver
  • Thymian
  • Rosmarin
  • Kräuter der Provence (oder nach Geschmack)
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zubereitung

Wir fangen an den Backofen auf 225 Grad (Elektro) bei Ober- und Unterhitze zu bringen, das Backblech nehmen wir raus. Während der Herd auf Temperatur kommt schälen wir die Kartoffeln und schneiden sie in dünne Scheiben. Diese verteilen wir in einem Bräter. Bei größeren Mengen geht auch das Backblech. Nun schneiden wir die Zwiebel in schmale Streifen und verteilen sie über den Kartoffeln.

Als nächstes waschen wir die Hühnerbeine unter kaltem Wasser kurz ab und trocknen sie mit Krepp. Wir schneiden den Knoblauch längs in ganz dünne Scheiben und diese verteilen wir unter der Haut der Bollen. Wenn diese sich nicht von selbst zurückklappen lässt kann man leicht mit einem Küchenmesser nachhelfen. Wo wir die Haut schonmal zurückgeklappt haben, würzen wir darunter noch mit Kräutern der Provence (oder nach Geschmack). Kräuter der Provence gibt es als fertige Mischung in kleinen Gewürzmühlen für kleines Geld zu kaufen und kann man immer gebrauchen. Außen herum pfeffern wir und salzen wir die Hähnchenschenkel noch auf gut auf beiden Seiten.

Jetzt, wo wir die Finger eh schon schmuddelig haben, nutzen wir die Gelegenheit die Kartoffeln zu würzen. Dazu geben wir eine gute Portion edelsüßen Paprika, eine kleinere Portion Rosenpaprika, etwas Thymian, eine gute Portion Salz und Rosmarin sowie einen Hauch Muskat über die Kartoffeln und mischen sie mit den Fingern gut durch.

Die Hähnchenbollen legen wir nun auf die Kartoffeln und gießen die Sahne ringsherum an. Zum Schluss kann man noch Käse drüberstreuen. Ich hatte noch ein schönes Stück Grana Padano, von dem ich geschätzte 50g (vllt. auch etwas mehr) über Kartoffeln und Schenkel gerieben habe.

Hat der Ofen schon seine Temeperatur? Wunderbar! Dann packt den Rost auf den zweituntersten Einschub und setzt den Bräter ohne Deckel darauf. Da bleibt das Ganze nun etwa 50 Minuten. Ich habe nach 25 Minuten die Temeperatur noch leicht auf 200 Grad reduziert. Keine Bange, die Hühnerbeine waren komplett gar, die Sahne verkocht, der Käse kross. Da jeder Backofen anders ist, empfiehlt es sich zwischendurch mal ein Auge drauf zu werfen.

Tipp zum Knoblauch

Wer böse Folgen fürchtet sollte die Zehe zunächst längs halbieren und den grünen Spross / Keimling im Inneren komplett entfernen. Den kann man in der Regel einfach an einer Ecke anhebeln und dann rausziehen.

Kommentare (2)

  1. Mmhmm, klingt lecker und sieht auch so aus. Ich kenne ein ähnliches Rezept, das sich „Hähnchen vom Olymp“ nennt. Es wird ähnlich zubereitet nur ohne Käse und Sahne. Man legt die Kartoffeln und das Hähnchen einfach auf das mit Olivenöl stark gefettete Blech und würzt es ebenfalls mit Knoblauch aber auch mit italienischen oder griechischen Kräutern – schmeckt auch sehr gut!

  2. Sehr lecker, werde ich auch mal ausprobieren. Mal hoffen, dass es so gut schmeckt, wie es aussieht und klingt ;-).

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