Ein Sandkorn am SEO-Strand

Wer mit seinem Projekt im Internet Erfolg haben will, der muss erstmal gefunden werden. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten um auf sich aufmerksam zu machen:

  1. Man wird unter themenrelevanten Suchbegriffen in einer Suchmaschine gefunden.
  2. Man investiert in Werbung, die Nutzer zum anklicken animiert.

Beide Methoden werden gern in unterschiedlichen Verhältnissen gemixt, je nach Budget, Zielgruppe, Markt und aktuellem Ranking für relevante Keywords, etc. Die auf Dauer beste Methode ist die, in einer Suchmaschine möglichst weit vorne gefunden zu werden. Das stellt viele erstmal vor ein Problem.

Alles Käse, oder was?

Suchmaschinen kennen wir alle, die meisten Internet-Nutzer können sie halbwegs ordentlich bedienen und zumindest hierzulande ist „suchen“ gleich „googlen“. Aber wie schafft man es, dass die Website des eigenen Käse-Shops für zugehörige Keywords wie „käse“, „käse kaufen“, „käse versand“, „käse onlineshop“, usw. möglichst weit oben steht, so dass sie möglichst häufig gesehen und hoffentlich angeklickt wird? Wer nicht gerade aus der SEO-Branche kommt ist hier meist überfragt.

S-SEO-S! Website in Not!

Meiner Erfahrung nach herrscht viel mal mehr und mal minder gefährliches Halbwissen in Sachen Suchmaschinenoptimierung, der sog. SEO (engl.: search engine optimization). Früher oder später begeben sich Website-Betreiber dann doch auf die Suche nach einem kompetenten Partner, der sie berät und handfeste Hilfe bietet, weil man mit dem eigenen Latein schlichtweg am Ende ist und der Käse im Regel vor sich hinschimmelt (das muss nicht bei jedem Käse erwünscht sein).

Die zwei großen SEO-Felder

Es gibt sog. Onpage-Optimierungsmöglichkeiten und auch Offpage-Optimierungen. Für erstere benötigt man meist eine Agentur. Am einfachsten spricht man die an, die auch den Webauftritt umgesetzt hat. Es ist gut möglich, dass sie hier Kompetenzen besitzt oder eine gute Agentur empfehlen kann. Für die Offpage-Optimierung kann man ziellos irgendwelche automatisierten Einträge bei den großen Grabbeltischhostern einkaufen, oder eben auch gleich eine Agentur anheuern. Eine SEO-Agentur eben.

Aus der Praxis heraus ergibt es sich oft, dass mittlere und größere Agenturen alles aus einer Hand bieten. Wer ein guter SEO ist, der muss selbst fertige Websites und Blogs seiner Kunden pflegen und erweitern können und ebenso auch neue Websites und Blogs für Kunden planen, aufbauen und begleiten. Wenn es um Werbung geht, sind SEO-Agenturen auch oft fit in der Materie.

Möchte man ganz bestimmt auch Werbung schalten, lohnt es sich, da Google hierzulande marktbeherrschend in Sachen Websuche ist (>= 95%), zu schauen / nachzufragen, ob die angefragte Agentur „Google Adwords Certified Partner“ ist, also zertifizierter Partner für das Management von Werbemitteln mit Google Adwords. Für reine SEO ist das Zertifikat dagegen irrelevant, da ist Expertise in Adwords also kein Muss.

Ich plane ein Web-Projekt, wann sollte ich Kontakt zu einem SEO aufnehmen?

Durchaus schon ehe der Auftrag an eine Web-Agentur vergeben wird. Zum einen kann es sein, dass die SEO-Agentur die Umsetzung ebenso durchführen kann und dabei schonmal alles wichtige für die Onpage-Optimierung beachtet und die Planungen für die nach dem Launch folgende Offpage-Optimierung darauf abstimmt. Zum anderen sollte sich der beauftragte SEO früh mit der Web-Agentur abstimmen können, sollte man hierzu getrennte Firmen beauftragen.

Wie finde ich einen guten SEO?

Gegenfrage: Wie findet man einen guten Käse? Man probiert ihn selbst, oder verlässt sich auf jemanden, von dem man weiß, dass er / sie einen ähnlichen Geschmack wie man selbst hat.

Für die Suche nach einem SEO heißt das, mal rumzufragen ob jemand den man kennt jemanden kennt. Vllt. weiß die eigene Agentur jemanden. Man kann auch im Netz suchen und / oder in einem Fachforum, etwa dem von Abakus (selbst eine große deutsche SEO-Agentur) ein Gesuch aufgeben. Man sollte ruhig mit mehreren Kandiaten sprechen und sich grob aufzeigen lassen wie der Weg aussehen könnte und in welchem Kostenrahmen dieser umgesetzt werden kann. Ganz genaue Angebote sollte man hier noch nicht erwarten, denn SEO ist eine sehr individuelle Arbeit. Um den Aufwand abschätzen zu können ist häufig viel Vorarbeit notwendig. Es lohnt sich nachzufragen, ob die Agentur sich im eigenen Bereich (hier also Käse und Online-Shops) auskennt. Vllt. hatte die Agentur in der Branche schon Kunden und kennt daher den zugehörigen (Online-)Markt bereits.

Am Ende sollte man nach den Gesprächen auf seinen Bauch und den eigenen Geldbeutel hören. Aber soviel sei gesagt: Je umkämpfter der Bereich ist, desto aufwändiger ist es gut in den Suchergebnissen platziert zu werden. Außerdem ist SEO ein ständig begleitender Prozess, dessen Schritte teils Wochen oder gar Monate brauchen um sie zu gehen und um Zwischenziele zu erreichen. Man sollte also keine Wunderdinge in den ersten Tagen erwarten. Unter einem halben Jahr begleitender SEO braucht man i.d.R. gar nicht anfangen..