Salt – Angelina Jolie boxt sich durch

Evelyn Salt (Angelina Jolie) ist CIA-Agentin, verheiratet mit einem deutschen Spinnen-Experten. Eines schönen Tages müssen sie und ihr Chef Ted Winter (Liev Schreiber) ihren Feierabend verschieben. So eben wurde ein Russe hereingebracht der vorgibt Informationen über ein bevorstehendes Attentat auf den russischen Präsidenten in New York City zu besitzen.

Im Verhörraum soll Salt dem Russen nun auf den Zahn fühlen. Als sie von seiner sehr weit hergeholt erscheinenden Geschichte die Nase voll hat und endlich in den Feierabend will platzt die Bombe. Niemand anders als Evelyn Salt selbst soll ein russischer Schläfer sein und sie soll den russischen Präsidenten töten.

Nun beginnt der Action-Teil des Films in dem Angelina Jolie Stück für Stück von der Gejagten zur Jägerin mutiert. In einem rasanten Tempo kämpft sich die Action-Heldin durch amerikanische und russische Agenten. Ist sie nun eine Schläferin oder nicht? Freund oder Feind? Regisseur Phillip Noyce (Die Stunde der Patrioten, Das Kartell, Der Knochenjäger) lässt den Zuschauer bis zuletzt im Unklaren über die wahren Motive von Evelyn Salt.

Sobald der Film beendet ist, setzt sich zum einen ein gewisses Maß an Befriedigung ein, da die erwartete Actionkost mehr als reichlich serviert wurde und ihren Zweck vollends erfüllt hat. Der Film ist unterhaltsam und spannend. Angelina Jolie überzeugt einmal mehr als Action Star. Viel mehr verlangt ihr die Rolle auch nicht ab. Eine schauspielerische Glanzleistung ist nicht nötig und interessanterweise verzichtet man diesmal darauf Angelinas Reize zur Schau zu stellen, um noch ein paar Nerds mehr ins Kino zu bekommen.

So überzeugend die Action ist, so wenig überzeugt allerdings die verworrene Story von Salt. Sie hinterlässt am Ende doch einige Fragezeichen und entlarvt so manche Handlung des Films als ziemlich sinnfrei und unlogisch. Schlussendlich ist Salt ein Film der hält was er verspricht, leicht verdauliche gut gemachte Action.