Zombieland

Vor zwei Monaten biss der erste arme Irre in einen verseuchten Burger und mutierte so zum Zombie. Heute ist die ganze USA voll von blutgierigen Untoten, die dir bei lebendigem Leib das Fleisch von den Knochen ziehen wollen. Aus den USA wurde Zombieland. Wir begleiten Columbus (Jesse Eisenberg), einen nerdigen Einzelgänger der es dank seiner vielen Regeln schafft sich durchzuschlagen und nicht gebissen zu werden. Auf seiner Reise trifft er auf den durchgeknallten Tallahassee (Woody Harrelson). Als beide kurz darauf von den Schwestern Wichita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin) gelinkt werden, nimmt der Film Fahrt auf..

Regisseur Ruben Fleischer hat mit Zombieland eine Horrorkomödie (FSK 16) geschaffen, die direkt an den britischen Gassenhauer Shaun of the Dead erinnert und – dank Woody Harrelson – auch ein klein wenig an Kingpin. Die sehr ungleichen Charaktere finden sich in einer verlassenen Welt wieder, in der es am meisten Spaß macht einfach nach Lust und Laune zu zerstören oder Zombies zu killen. Dass ausgerechnet der Verzehr eines Burgers dies in den USA ausgelöst hat ist sicher keine zufällige Anspielung.

Jungschauspieler Jesse Eisenberg überzeugt als nerdiger und verklemmter Überlebenskünstler, während Woody Harrelson den Part des klassischen Draufgängers spielt. Dass hinter beiden Charakteren auch ein klein wenig tragische Geschichte steckt wird nicht allzu sehr ausgebreitet. Emma Stone und Abigail Breslin ihrerseits tun in Zombieland das, was sie schon zuvor am besten konnten – Menschen um ihr Hab und Gut betuppen und sich dann aus den Staub machen.

Das Schicksal aller entscheidet sich schlussendlich in einem Vergnügungspark, gewissermaßen der Oldschool-Variante von Zombieland selbst, nachdem die Vier ein wenig ausgespannt haben – ausgerechnet im Haus von Bill Murray, der sich in einer Gastrolle ganz einfach selbst spielt.

Zombieland überzeugt als solider Mix aus Horror und Komödie, hat aber noch Luft nach oben. Den 20 Milionen Dollar Produktionskosten stehen 100 Millionen Dollar Einnahmen an den Kinokassen entgegen, weshalb Sony Pictures auch bereits einen zweiten Teil bestätigt hat. Noch ist ungewiss ob die Hauptdarsteller erneut zu Schusswaffen, Kettensäge, Baseballschlägern und Klodeckeln greifen werden. Dafür steht bereits fest, dass es sich um ein in 3D-Technik gedrehtes Werk handeln wird. Die Arbeiten sollen Ende 2010 / Anfang 2011 beginnen.

Ich bin gespannt.

Kommentare (2)

  1. sag bloss du fandest den film gut? ich fand den einfach nur schrecklich…

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