Der Teufel hat den Schnaps gemacht

Montag Abend, vierter und letzter Tag des diesjährigen Iserlohner Schützenfest. Meine Wenigkeit sorgt vor, sorgt sich vor allem um den Dienstag mit Kundenterminen und mimt darum freiwillig den Chauffeur für die Klose-Frauen und den Herrn Weiß. Der Herr Weiß schämt sich erstmal, weil er noch zur Bank muss. Über den kleinen Abstecher für den EC Automaten und eine ganze Reihe großer Runden um die Parkhalle und Umgebung, auf der Suche nach einem freien Parkplatz, landen wir schlussendlich auf dem Festgelände.

Ganz brav verdinge ich mich hier mit der ersten, zweiten, usw. Cola, erst ungläubig und dann argwöhnisch von meinem Umfeld beäugt. Als Abstinenzler ist man ja schon irgendwie ein Außenseiter. Aber es läuft soweit alles nach Plan, etwas unlocker von meiner Seite, aber fahrtüchtig und bester Dinge dies zu bleiben. Bis zu jener Stunde, als Bekannter und Kandidat für das Bürgermeisteramt in Iserlohn, Lutz-Tim Tölle, sich zu einem lockeren Plausch zu uns gesellt und auf die glorreiche Idee kommt eine Runde Bier zu schmeißen.

OK, denk ich mir, ein 0.2l Bierchen kann ich mir dann ja mal geben. Das verdunstet eh bis zum Ende des Abends. Na Pustekuchen!

In eine politische Diskussion mit dem Stefan vertieft, realisiere ich kaum, dass ich ein zweites Bier in der Hand halte. Es folgt der erste Kümmerling vom Georg. Danach ist schon alles egal. Ich freunde mich mit dem Gedanken an, am nächsten Morgen früh aufzustehen und meinen Wagen zu holen. So ein Spaziergang von 15 bis 20 Minuten tut ja auch mal ganz gut. Da wird man wach und so. Es folgen noch mehr Biere, Kümmerlinge und Cocktails und ehe ich es mich versehen bin ich mangels Grundlage im Magen, die ich ja laut Planung auch nicht gebraucht hätte, strunzendicke.

Um 6:10 Uhr erklingt die unheilvolle Stimme des Wecksignals. Aus der Viertelstunde, die ich noch dösen wollte, wurden über 2 Stunden. Um 8:50 Uhr steht Georg parat um mich zu meinem Wagen zu fahren – was ein Service! Als ich in meinem C4 losfahre, entscheide ich mich spontan dafür schnell im McCafé nen Kaffee abzustauben, anstatt pünktlich aber entkoffeiniert ins Büro zu kommen. Gerade am McC angekommen ruft  Kollege Kopitzsch an und eröffnet, dass die seit Freitag brachliegende Internet-Leitung noch immer nicht funktioniert, weil die Telekomiker es einfach nicht auf die Kette bekommen. Kann ich mir das Büro also erstmal wegen Sinnlosigkeit abschminken.

Auf den Schock einen doppelten Espresso an Ort und Stelle, etwas Surfen mit dem iPhone, nen großen Kaffee zum mitnehmen und zähneknirschend zurück nach Hause. Hier dann die nächste Hiobsbotschaft. Der älteste Gaul im Serverpark ist dabei unter der Last der einkommenden Mails zusammenzubrechen. Wunderschön! Also heißt es die Mühle irgendwie dazu zu bekommen der Flut an Mails Herr werden zu können und schön das Händchen zu halten, bis alles wieder im grünen Bereich ist.

Noch ein Tag, der total im Arsch ist, ohne produktiv gewesen zu sein. Das wid ein paar Kunden nicht amusen. Hoffentlich reißen es meine Termine am Nachmittag, späten Nachmittag und frühen Abend wieder raus. Und hoffentlich bekommt die Telekom endlich diese DSL Leitung im Büro wieder ans Laufen, nachdem sie reihenweise Rückrufe und Techniker vor Ort versprochen und nicht gehalten haben.

Und die Moral von der Geschicht: Nüchtern bleiben aufm Schützenfest, das iss nicht!

Kommentare (2)

  1. War doch auch ein netter Abend, bis auf diesen ständigen Schlafentzug. Ich habe Augen wie ein überfahrener Frosch ;-)

  2. Heute Morgen war echt schlimm, zumindest bis der doppelte Cappucino und der Kaffee Grande anschlugen. Aktuell gehts, ich könnte nur was zu Essen gebrauchen, bekomme gleich aber noch Bürobesuch.

    Wenigstens haben es die Komiker geschafft die DSL Leitung wieder ans rennen zu bekommen..

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