Iserlohner Kneipenfestival 2009

Nach der Premiere im April 2008 lud die Iserlohner Gastronomie auch dieses Jahr wieder zum Iserlohner Kneipenfestival. 13 Bands und Künstler präsentierten sich am gestrigen Samstag Abend in 12 Locations, wofür an der Abendkasse einmalig ein Obulus von 12 Euro zu entrichten war.

Die Opening Party auf dem Marktplatz haben wir uns geklemmt. Stattdessen zog es uns im Vorfeld auf meine Empfehlung hin erstmal für einen Snack ins American Diner von „Onkel Dimos“. Gestärkt mit einem wie immer exzellenten Onkel Dimos Spezial Baguette (Gyros + Feta, steht nicht auf der Karte) tingelten wir ein paar Meter weiter zu unserem ersten Festival-Stop ins Rocky Mountain.

Hier erwartete uns Rockabilly vom Siegener Ringlets Trio. Fans der Stilrichtung kamen stilecht mit Pomade und im Pettycoat gekleidet. Besonders klasse fand ich deren Line-Dance Einlage. Weiter zog es uns dann zunächst ins Canapé (ehem. Loft). Hier erwartete uns zunächst eine viel zu lange Pause der Blues-Band Lonesome Groovers. Als diese endlich wieder loslegten hielt sich zumindest unsere Begeisterung in Grenzen. Ich erinnere mich u.a. an eine gruselige Version von Sheryl Crows The First Cut Is The Deepest. Nach einem Getränk ging es weiter.

Nächster Stop: Das Myhouse. Hier hielten wir es aber keine 5 Minuten aus. Grund war schlichtweg, dass man hier seine Getränke an der Bar bestellen, abholen und direkt bar bezahlen musste. Das Ergebnis war, dass überall Unruhe herrscht, weil ständig ein Strom Leute in Bewegung war und man überall das Gefühl hatte mitten in einer Einflugschneise zu stehen. Ziemlich ätzend!

So ging es weiter ins Café Täglich, wo wir ebenfalls auf dem Absatz kehrt machten. Hier hatte man sich für ein Wertmarkensystem entschieden, welches bei unserer Partygesellschaft ebenfalls auf keine Gegenliebe stieß. So war es denn auch im Posthorn (auf dem Weg ließen wir noch das Schappo links liegen, vor dem es eine Schlange gab), wo wir schon vor dem Eingang abwinkten und stattdessen unser Glück schräg gegenüber im Albas versuchten.

Hier fanden wir endlich alles, was wir brauchten. Gut gestimmte Gäste, fähiges Personal und sehr gute Live-Musik mit klasse Sound dank der Soul-Band Doc Brown. Die Jungs haben mal echt Laune gemacht!

Aber nichts hält ewig und einige Weizenbiere später hieß es für uns dann wieder „These boots are made for walking“. Und unsere Stiefel trugen uns direkt ins Louisiana. Hier erwartete uns die Coverband Thanxgivin, die mit sehr gutem Sound Songs aus den 80ern und 90ern neues Leben einhauchte, stets hart am Original und qualitativ hochwertig. Damit waren wir aber noch nicht am Ende unserer Reise.

Den rundum gelungenen Abend ließen wir im Déjà-vu ausklingen, wo wir nochmal in Ruhe unsere müden Glieder bei einem, zwei, drei, .. Tänzchen ausschütteln konnten. Als sich dann so gegen 4 Uhr langsam andeutet, dass die Sonne bald wieder über den Horzont steigen würde, hatte ich schon lange wieder Hunger.

Nach eta 12 Weizen schrie mein Magen nach etwas Festem. Diesen Wunsch erfüllte ich ihm daheim, ehe ich mich zur wohlverdienten Bettruhe begab. Kneipenfestival in Iserlohn, das schreit nach einer weiteren Runde in 2010, so sieht es auch die schreibende Zunft des IKZ.

Kommentare (6)

  1. Stimmt, der Abend hatte eine richtig gute Dramaturgie! Und im Deja waren die Bourbons auch mal richtig gut gefüllt.

  2. Gut gefüllt waren wir ja alle. :D

    Ich hatte noch Luft nach oben (hätte aber einen Snack gebrauchen könen). Nur hat man mal so Tage, wo man gerade bei Weizen nicht so schnelle trinken (oder wegbringen) kann..

  3. Ich dachte an Pomade, Pettycoat und Linedance :D

    Wann hat eigentlich Stu Geburtstag? Schenk ihm mal jemand ne Best-Of von Joe Cocker…

  4. Genau, ich schreie mich weg! Ich sag nur „UNCHAIN MY HEART“

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