Gedraftete deutsche Eishockey-Spieler: Rückblick 08/09

Gedraftete Spieler in Deutschland

Constantin Braun

Stürmer / Verteidiger, 6’2, 200 lbs, Runde 6 2006 von Los Angeles Kings
Die zweite Saison in Folge wurde er bei den Eisbären Berlin als Stürmer eingeplant und beendete die Spielzeit als Verteidiger und Deutscher Meister. Zwar hatte er in dieser Saison mit zwei Vorlagen und +8 nicht den offensiven Outout der Vorjahresspielzeit (3 Tore, 7 Vorlagen, +9 in 14 Spielen), aber 6 Tore, 9 Vorlagen und beeindruckende +17 in 43 Hauptrundenspielen. Obwohl er 10-15 Pfund zugelegt hat und eine gute Größe besitzt, scheint ihm angesichts von lediglich 20 Strafminuten noch die Agressivität zu fehlen, die man braucht um sich in Nordamerika durchzubeißen.

Jerome Flaake

Linksaußen, 6’2, 187 lbs, Runde 5 2008 von Toronto Maple Leafs
5 Tore, 11 Vorlagen und 22 Strafminuten erzielte er für die Kölner Haie, nachdem es im Sommer noch kurz so aussah, als würde er in die WHL wechseln. Trotz der enttäuschenden Saiosn der Kölner schaffte er es sich in die zweite Reihe vorzuarbeiten und +2 zu erreichen. Zwischendurch spielte er noch bei der Junioren-WM wo er zweitbester deutscher Scorer wurde mit 3 Toren, 2 Assists, +3 in 6 Spielen. Obwohl sein Vertrag in Köln noch ein Jahr läuft gibt es wiederum Gerüchte, es könnte ihn in eine Juniorenliga ziehen.

Philipp Gogulla

Linksaußen, 6’2, 176 lbs, Runde 6 2006 von Buffalo Sabres
Mit 17 Toren und 38 Punkten in 48 Spielen setzte er neue persönliche Bestmarken für die Kölner Haie in der DEL. Sein Auge und sein Passspiel machen ihn gefährlich wann immer auf dem Eis ist. Aber um in Nordamerika überleben zu können muss der 21jährige deutlich an Muskelmasse zulegen, gerade auch weil er als Spieler gerne dahin geht, wo was los ist. 20 bis 30 lbs Luft nach oben hat er sicher noch. Der Vertrag des 21jährigen ist gerade ausgelaufen und es wird erwartet, dass er im Herbst am Training Camp der Sabres teilnehmen wird.

Korbinian Holzer

Verteidiger, 6’3, 190 lbs, Runde 4 2006 von Toronto Maple Leafs
Am Ende standen für ihn bei den Düsseldorf Metro Stars 4 Tore, 6 Vorlagen und -1 in 54 Spielen (16 in den Playoffs) zubuche. Während er offensiv beinahe unverändert blieb, hat er hinten zunehmen Verantwortung als Abräumer übernehmen können. Mit 107 Starfminuten hat er diese Aufgabe sehr gut gemeistert und ist mit 21 Jahren nun an einem Punkt angelangt, an dem er seine Karriere in Nordamerika fortsetzen könnte, zumal sein Vertrag ausläuft.

Kai Hospelt

Center, 5’11, 182 lbs, Runde 7 2003 durch San Jose Sharks
Nach ein paar Jahren in der dritten und vierten Reihe in Köln und zwei Kreuzbandverletzungen wechselte er in das Überraschungsteam Wolfsburg. Dort fand er sich in Reihe 3 wieder und bekam auch ab und an Eiszeit im Powerplay und in den beiden ersten Reihen. Insgesamt brachte er es auf 30 Punkte in 62 Spielen, könnte aber noch deutlich besser sein, wenn er mehr Initiative zeigen und seine Geschwindigkeit und Intuition besser nutzen würde. Mit -10 im offensivstärksten Team der Liga muss er auch sein Defensivspiel verbessern.

Sebastian Stefaniszin

Torhüter, 6’0, 190 lbs, Runde 4 2007 von Anaheim Ducks
Als Backup eingeplant wurde er ab Januar zur neuen Nummer 1, da Starter Norm Maracle seine Leistung nicht konstant bringen konnte und gab dem Management der Iserlohn Roosters Anlass zur Hoffnung auch in der kommenden Saison eine Nummer 1 sein zu können, was die Anaheim Ducks freuen dürfte. In 23 Spielen kam er auf 6-5-0 mit einem Gegentoreschnitt von 3,34 und einer Fangquote vn 90,3%. Stefaniszin steht noch zwei jahre unter Vertrag und wird in einer von ausländischen Goalies dominierten Liga noch mehr Eiszeit bekommen, was sicher eine schwere Aufgabe werden wird.

Gedraftete Spieler in Nordamerika

Robert Dietrich

Verteidiger, 5’10, 172 lbs, Runde 6 2007 von Nashville Predators
Obwohl er einen Großteil der Saison 2007-08 verletzt ausfiel schaffte er es im Sommer nach Nordamerika und brachte in der AHL bei den Milwaukee Admirals ein gutes Jahr zustande, während das Team als punktbestes abschloss. Nach einer Umstellungsphase bekam er im Saisonverlauf zunehmend Eiszeit, u.a. auch wegen einer Verletzung seines deutschen Teamkollegen Alexander Sulzer. Er erzielte 4 Tore und 19 Punkte, 32 Strafminuten und -1 in 63 Spielen. In der ersten Playoffrunde brachte er es in einem 4-Spiele-Sweep auf zwei Vorlagen und +3.

Thomas Greiss

Torhüter, 6’1, 190 lbs, Runde 6 2006 von San Jose Sharks
Dies war womöglich seine beste Saison in Nordamerika, auf jeden Fall die mit der meisten Arbeit für ihn. Nach 41 und 43 Spielen in den Jahren zuvor brachte er es für die Wrcester Sharks in der AHL diese Saison auf 57 Einsätze. In der Hauptrunde brachte er es 30-24-2  mit einem Gegentoreschnitt von 2,47 und einer Fangquote von 90,7%. Derzeit befindet er sich leistungstechnisch in einer Phase die das Eingreifen des managements erfordern könnte, welches ihm einen Posten als NHL Backup zutraut. Starke Leistungen in den Playoffs könnten hierzu den Ausschlag geben. In der ersten Runde spielte er in allen 7 Partien und hielt 92,2% der Schüsse bei einem Schnitt von 2,02 Gegentoren.

Timo Pielmeier

Torhüter, 6’0, 165 lbs, Runde 3 2007 von San Jose Sharks
Absolvierte die Saison in der QMJHL bei den Shawinigan Cataractes, wo er im zweitbesten Team der Liga den Großteil der Spiele zwischen den Pfosten stand. Mit 30-9-2 in 43 Spielen, 2,67 Gegentoren pro Spiel und 90,9% gehaltenen Schüssen wusste er zu überzeugen. In den Playoffs stehen derzeit beeindruckende 11-2 bei 2.43 Gegentoren zubuche, weshalb der bald 20jährige kommende Saison wohl zu den Profis wechseln dürfte.

Denis Reul

Verteidiger, 6’4, 226 lbs, Runde 5 2007 von den Boston Bruins
In seiner zweiten Saison bekam er mehr Verantwortung bei den Lewiston MAINEiacs. Als bekanntermaßen physischer Spieler half er seinem wechselhafte Team so eben noch in die Playoffs zu rutschen, wo man aber in Runde 1 glatt ausschied. Im Anschluss meldete er sich zur Fortbildung im AHL Team in Providence. Es ist unzweifelhaft, dass er ein paar Jahr in der AHL brauchen wird, ehe er fr die NHL eine Option wird, aber Boston scheint mit der Entwicklung des Defensivverteidigers zufrieden zu sein. In 60 Spielen mit Lewiston brachte er es auf 4 Tore, 18 Punkte, 91 Strafmnuten und -19.

Felix Schütz

Center, 5’11, 187 lbs, Runde 4 2006 von den Buffalo Sabres
Mit 15 Toren und 27 Vorlagen in 78 Spielen hatte Schütze ine gut Rookie-Saison in der AHL, wo er direkt Verantwortung als Zwei-Wege-Spieler (+7 in der Hauptrunde) übernahm. Einsatz, Auge für den Mitspieler und Skating sind seine Stärken. Sein harter präziser Schuss ist eine Waffe, die er noch zu selten einsetzt, während er bereit ist sich eine blutge nase zu holen um einen Spielzug durchzuführen.

Alexander Sulzer

Verteidiger, 6’1, 190 lbs, Runde 6 2006 von Nashville Predators
Nach einer sehr guten Rookie Saison hat er einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Mit respektablen +8 war er gesetzt im Powerplayund unter fand sich bis zu seiner Verletzung unter den Top3 Scorern unter den AHL Verteidigern. Das Timing hätte nicht schlechter sein können, da die Schulterverletzung im Janaur stattfand, wo er ab und an in die NHL berufen wurde um den Ausfall von Shea Weber zu kompensieren. Zugezogen hat er sie sich im Spiel gegen die Vancouver Canucks. Zwar kam er nach 17 verpassten Spielen wieder ins Team zurück, hatte seither aber Probleme und konnte aufgrund dessen nicht an den AHL Playoffs teilnehmen. Dennoch brachte er es in 48 AHL Spielen auf 8 Tore und 34 Punkte bei 36 Strafminuten. Im Januar wurde sein Vertrag um zwei Jahre verlängert und es ist davon auszueghen, dass er alle Möglichkeiten hat es im Herbst ins Team der Predators zu schaffen

Via: Hockey’s Future