Im Kino: Freitag der 13.

Da Freitag der 13. hierzulande als Unglückstag gilt, habe ich mir den gleichnamigen Film vorsichtshalber erst am Samstag den 14. angeschaut. Leider hat diese Maßnahme das Unglück nicht aufgehalten und der Film erwies sich als ziemlicher Reinfall.

Aber fangen wir weiter vorne an: 1980 kam mit „Freitag der 13.“ ein Horror-Film in die Kinos, der mit mittlerweile 11 Teilen nach rund 30 Jahren wohl zu den langlebigsten Phänomenen seiner Zunft gehört. Die zentrale Figur der Serie, Jason Voorhees, ist selbst denen bekannt, die keinen der Filme kennen. Der große breite Typ mit der altertümlichen Eishockey-Torwart-Maske ist einfach Kult!

Diesem Kult wird die 2009er Auflage nicht gerecht. Konnte Erfolgsproduzent Michael Bay mit dem Remake des Texas Chainsaw Massacre das Orignal in noch besser in Szene setzen, ist die diesjährige Version von „Freitag der 13.“ zum Abgewöhnen schlecht. So schlecht sogar, dass ich 20 Minuten vor Schluss vereinzelt Leut den Kinosaal verlassen und nicht wiederkehren sah.

Die Maske von Jason aus Freitag der 13.

Der Film beginnt mit einem Rückblick in Teil 1, wie alles begann. Leider versteht man diesen auch nur, wenn man Teil 1 kennt und weiß, was darin mit Jason (Derek Mears) geschah, dass sein Mutter die böse Rächerin war weil sie fälschlicherweise annahm Jason sei ertrunken. Stattdessen hatte er alles mit angesehen und sich von seiner Mama abgeguckt, die am Ende von der einzigen Überlebenden mit einer Machete geköpft wurde. Das alles weiß der junge Kinofan von heute aber gar nicht und in den Rückblenden wird es auch alles andere als klar. Aber die Story ist auch nur eine der nicht vorhandenen Stärken des Films.

Die zweite große Baustelle des Films sind die Darsteller. Von den mitwirkenden Mädels haben beinahe alle deutlich sichtbar Silikonimplantate. Die so aufgepolsterten Hupen werden auch bei jeder noch so unpassenden Gelegenheit nackt in die Kamera gehalten. Wenn das über das mangelnde schauspielerische Talent am Set hinwegtäuschen soll, hat es leider nicht geklappt, denn die beruflichen Leistungen der Darsteller sind noch übler als die Implantate.

Aus der schauspielerischen Kritik ausnehmen kann man allenfalls Clay (Jared Padalecki, bekannt aus der Mystery Serie Supernatural) und Jenna (Danielle Panabaker, sah ich die Tage erst in Mr. Brooks). Die übrigen Darsteller haben sich wohl vor Drehbeginn in einem Solarium kennengelernt, wo wohl auch gecastet wurde.

Auch das Drehbuch ist grausam schlecht. In den Dialgen geht es beinahe ausnahmslos auf vulgärste Art um Sex, Ficken, Blasen, usw. Jason selbst ist mehr eine Witzfigur die versucht eine Jagdquote zu erfüllen, als ein beängstigender personifizierter Albtraum. So kommt auch nicht wirklich Spannung auf und man betet echt nur, dass es schnell vorbei ist. In Szene gesetzt wurde alles von Marcus Nispel, der bereits mit Pathfinder einen ganz üblen Schinken in die Kinos brachte. In dem hielten die Figuren aber wenigstens größtenteils die Klappe, so dass schlechte Dialoge nicht auftreten konnten.

Spart euch den Ranz, es gibt aktuell genug gute Filme im Kino und es kommen auch noch einige vielversprechende. Schon die Vorschau von „The Unborn“ (mit Odette Yustman aus Cloverfield) und „Der Fluch der 2 Schwestern“ war gruseliger als alles in diesem Film.

Kommentare (10)

  1. Du hast dir den Film angeschaut? Ist der nicht in Deutschland verboten worden? Oder gibt es davon auch eine harmlose Version? Also ich habe den Film vor vielen Jahren mal gesehen und irgendwann hat es doch geheißen, dass der Film verboten wurde. Stimmt das jetzt nun oder nicht? Ich finde den Film absolut geil und ich könnte ihn auch sehr oft ansehen, nur leider bin ich damit meistens alleine, denn niemand möchte sich diesem Film mit mir ansehen. Warum auch immer…

  2. Der Film, der am Freitag den 13. (einer von drei schwarzen Freitagen in diesem Jahr) ins Kino kam heißt zwar „Freitag der 13.“ ist aber kein 1:1 Remake des 1980er Klassikers, sondern spielt im Hier und Jetzt. Ne Gruppe dopenaschender College Studenten campt am Crystal Lake und wird niedergemetzelt. Ein paar Wochen später kommt noch ne Gruppe und parallel sucht ein Tünnes seine verschwundene Schwester..

    Ob das Original verboten wurde weiß ich gar nicht. Ich halte da eh nichts von. Wenn was ab 18 ist, dann will ich auch alles sehen dürfen. Man muss mich nicht mehr beschützen…

  3. Pingback: Freitag der 13.

  4. Klar, verbieten ist sicher die falsche Variante, aber ab 18 freigeben ist ok. Aber dass der neue Teil der Reihe so miserabel ist, ist echt enttäuschend. Eigentlich wollte ich ihn mir ansehen, aber ich glaube, das Geld sollte ich mir dann wohl doch eher sparen, scheint ja nicht wirklich ein sinnvoller Abend dann zu werden.

  5. Bin ich froh, dass sich mir die Frage des anschauen oder nicht anschauen nicht stellt. Hab einen oder zwei Teile gesehen und für mich ist es einfach zu uninteressant. Da kann ich ruhigen Gewissens zu Hause bleiben. Und mich dort fürchten ;)

  6. Diese Filme sind einfach nur geil. Ich sehe sie zwar nicht oft an, aber wenn ich sie ansehe, dann finde ich sie einfach nur noch geil. Ich weiß auch nicht, aber diese Filme sind einfach anders als die anderen Horrofilme. Auch wenn es schon noch sehr viele Filme in diesem Bereich gibt, die nicht schlecht sind, aber diese stehen bei mir einfach an der ersten Stelle. Ich bin gespannt, ob es jemals ein Film schaffen wird, dass er diesem Film das Wasser reichen kann. Bin gespannt.

  7. der film ist einfach zuhaben hab das 1:1 Remake gesehen wenn ihr euch so gut auskennt mir listen und so dann wüsstet ihr das er auf, der A-Liste steht und somit nur in abgetrennten Verkaufsräumen verkauft werden darf. Mein tipp kleine Spieleläden mit extra verkaufsraum haben ihn da hab ich ihn auch her^^

  8. ich will diesen film unbedingt gucken gerade deswegen weil er hier in deutschland verboten ist

  9. @Antonia,

    ich kann nicht verstehen weshalb man sich einen Film hinreißen lässt, nur weil er auf dem Index steht.

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