DrupalCamp Köln: Tag 1

Mir hängt der Tag noch in den Knochen und ich werde nur noch gerade lang genug wach bleiben, ein paar Zeilen mit meinen Eindrücken des ersten Tages vom DrupalCamp Köln zu schreiben:

Um 05:30 Uhr wurde ich unsanft von der Weckfunktion meines iPhone aus dem Schlaf gerissen. Da ich ab 08:00 zu Registrierung dort sein wollte, wollte ich zeig aufstehen und losfahren. The early bird catches the worm und so. Mit einer Punktlandung war ich denn auch tatsächlich sogar noch ein paar Minuten vor der Zeit vor Ort. Der erste Mensch mit einem Schlüssel ließ aber noch lange kalte Minuten auf sich warten.

Es ist das erste Event dieser Art auf deutschem Boden und gerade zu Beginn konnte man merken, dass man noch keine Erfahrungen hatte. Das war aber eher charmant als hinderlich.

Bis 11 Uhr war erstmal nicht viel angesagt. Ein paar einleitende Worte nach 09 Uhr waren schnell gefallen und um 10 gab der Zeitplan noch keine interessante Session her. Die Zeit wurde bestens zur Kontaktpflege und für Smalltalk genutzt – es ist nunmal in erster Linie ein Social Event.

Um 11 Uhr schaute ich mir dann, einem Tipp von Meinolf folgend, die Session der beiden Jungs von helpworx an. Sie hatten im Kundenauftrag auf Basis von Drupal durch mehrere Dienstleister und Freelancer eine interessante Knowledgebase-Lösung mit extrem flexiblem Taxonomiesystem und auf schnelles Finden von Inhalten optimierter Navigationslösung (basierend auf einer angepassten Version von faceted search) entwickeln lassen. Dieses System, „helpworx omni“ getauft, wurde uns anhand eines Beispielprojekts vorgestellt.

Auf Englisch ging es für mich um 12 Uhr weiter mit dem Bericht von Florian Lorentan (da fehlt irgendwo ein Akzent) zum Thema Fields in Core von Drupal 7. Er gab einen Überblick über zugrunde liegende Gedanken, den Code Sprint im vergangenen Dezember, die API und die Aussichten auf den mit Drupal 7 im Core daherkommenden API Support zum Hinzufügen und Manipulieren von Feldern zu beliebigen Inhalten.

Nach einem schnellen Mittagsimbiss mit Björn Voss beim nahegelegenen güldenen M ging es dann ab 14 Uhr weiter. Ich bin dann einfach bei den englischen Sessions geblieben. Den Anfang machte Gábor Hojtsy, Drupal 6 Maintainer mit einem Beitrag zum Thema Drupal und Security. Neben einer Einführung in die Funktionsweise der derzeit gebräuchlichsten Angriffe auf Webapplikationen, XSS (Cross Site Scripting) und CSRF (Cross Site Request Forgery) gabe es neben Erläuterungen wie Drupal diesen von Haus aus  begegnet auch praktische Hinweise für Modul- und Theme-Entwickler, mit welchen Drupal-Funktionen man Schwachstellen ausmerzen kann, um u.a. auch SQL Injections zu vermeiden, wozu er uns auch Bobby Tables vorstellte.

Morten, aka King of Denmark, habe ich mir dann ab 15 Uhr gegeben. Mir war ehrlich gesagt kein Stück klar, was sich hinter Putting the ümlaud into Drüpal verbergen würde – ich hatte mir schlichtweg nicht die Mühe gemacht mir vorher die Themen im einzelnen im Web anzuschauen. Morten, der abends zuvor im Früh in Köln wohl noch dendurstigen Alleinunterhalter gemimt hatte, blieb jedenfalls nichts schuldig. Der Erbauer von 101 Websites fegte in einem guten Tempo wie ein Rockstar durch die Thematik des Themens mit Drupal 6. Da gabs einiges aufzuschanppen, was ich in Kürze bei meinen ersten D6 Projekten werde anwenden können. Den Verrückten hätte ich mir jedenfalls noch Stunden geben können – dann hätte ich aber ne Woche lang einen Kater in den Lachmuskeln gehabt. Wenn die Drupal Community soetwas wie einen Rockstar hat, dann ist es vermutlich Morten..

Und noch eine englische Session habe ich mir zu guter letzt gegeben. Dries Buytaert & Co. stellten Acquia vor, die in ihren ersten Monaten schon sehr aktiv ihr Portfolio umgestalten. Im Grunde leisten sie Support, Support und nochmal Support in allen nur erdenklichen Formen. Da man auch erwähnte, zukünftig User schulen zu wollen und auch Pros anleiten wollen selbst zu schulen, bestätigte Robert Douglass auf meine Nachfrage, dass man daher auch in Richtung einer Zertifizierung überlege. Aber das ist alles noch im ständigen Wandel und noch nicht spruchreif.

Am Ende gabs dann für alle nochmal eine groooße Session von und mit Dries, wo er nochmal über die Geschichte von Drupal (feierte die Tage seinen 8. Geburtstag) und die nahe Zukunft sprach. Nette Zahl, die dabei genannt wurde: Das kommende Redesign von drupal.org und dessen Umstellung auf Drupal 6 beziffert Dries auf etwa US$ 100.000  –  nicht schlecht..

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