Das war 2008. Nun kann 2009 kommen!

Das Jahresende ist traditionell auch die Zeit, in der man das Jahr nochmal Revue passieren lässt und sich Ziele für das kommende Jahr setzt. Ich mache da keine Ausnahme und nutze die Gelegenheit meine Aufstellung auch gleich als Beitrag in Peer Wandigers Blogparade „Ziele für 2009“ einzureichen.

Das war mein Jahr 2008:

2008 legte langsam los mit einem Blogeintrag und einer ihm prompt folgenden anwaltlichen Unterlassungsaufforderung. Beschaulich ging es auch weiter, inkl. den ersten DEL Playoffs der Iserlohn Roosters, wo wir in 7 Spielen den Frankfurt Lions unterlagen und mit einem Zwischenhoch beim Besuch einer ehemaligen Arbeitskollegin in Heidelberg, die mir mittlerweile beim Webdesign zur Hand geht. Doch dazu später mehr.

Endlich bekam ich den Arsch hoch, regelmäßig Sport zu treiben und mich vernünftiger zu ernähren. Letzten Endes brachte mir das ein deutliches Stück Lebensqualität, einfach weil ich mich besser fühle und so paradox es klingen mag, ich gerade daraus Kraft schöpfen kann und die Müdigkeit vertrieben bekomme, indem ich mich auspowere.

Im Mai stellte ich privat auf Mac um. Daran arbeitet es sich für mein Empfinden einfach angenehmer und auch das werte ich für mich als Beitrag für das eigene Wohlbefinden. Später kam noch ein iPhone dazu und schlussendlich ein MacBook fürs Büro und für undenbesuche. Etwa in der Zeit begann ich auch mehr zu bloggen; nicht so stakkatomäßig wie Robert Basic, aber doch in einem konstant zweistelligen Bereich pro Monat.

WebseiterDie größte Änderung kam sicher mit dem 1.9.2008. Seit diesem Datum bin ich selbständig mit meiner Ein-Mann-Firma Webseiter. Auf einmal hat man nicht mehr zum Monatsende die sichere Summe x auf seinem Konto, sondern muss sich um alles selbst kümmern, inkl. der Buchhaltung, die für viele ein so leidiges Thema ist. Ich für meinen Teil mache den Buchhaltungskram ganz gerne. Dass ich teils bei Preisgestaltung,  Zahlungsbedingungen, etc. meinen eigenen Kopf – entgegen anderslautendem Rat – durchgesetzt habe, hat sich ebenfalls als goldrichtig erwiesen.

Meine Ex-Arbeitskollegin und gelernte Grafikerin Steph habe ich zwischenzeitlich hier und da für die Erstellung von Screendesigns eingesetzt. So kann ich mich mehr auf die Umsetzung und Programmierung stürzen. Im Grunde ist diegleiche Arbeitsteilung, die wir auch um die Jahrtausendwende hatten, als wir noch Arbeitskollegen hier in Iserlohn waren.

Ich war übrigens noch kaum einen Monat selbständig, da musste auch erstmal ein Kurzurlaub in Stockholm sein. Zu Dritt machten wir uns auf die NHL Saisoneröffnung zwischen den Pittsburgh Penguins und den Ottawa Senators zu begaffen. Dabei lernten wir die Stadt kennen, ließen uns auch von den Bierpreisen (über €6 für ein Bier) nicht vom Betrinken im Pub abhalten (Hobgoblin rulez!) und beömmelten uns vorm Spiel ob der Überschrift „Fick inte bo med mamma!“ im Aftonbladet…

Impressionen aus Stockholm

Schwierig erweist es sich in den letzten Wochen den Sport mit meiner Arbeit in Einklang zu bringen. Die Zeit bringe ich zwar auf, bzw. ich nehme sie mir einfach, aber es macht keinen Sinn ins Studio zu fahren, wenn ich den ganzen Tag noch nichts gegessen habe, oder aber zu spät zu viel und zu schwer gegessen habe, etwa einen griechischen Grillteller, oder einen Dönerteller…

Für mich war 2008 unheimlich spannend und aufregend, wenn auch nicht immer einfach. Gerade die letzten Wochen kam die Arbeit schneller auf den Tisch, als ich sie dort wieder wegbekam. So musste ich doch öfter mal meine eigenen Prinzipien brechen und auch spät nachts und an Wochenenden arbeiten und damit die mühsam erarbeitete Balance zwischen Arbeit und Privatleben komprommitieren. Dies kann und soll aber kein ungesunder Dauerzustand werden.

Die Quintessenz aus 2008 ist denn wohl einer meiner Lieblingssätze, „Qualität setzt sich immer durch“. DAS Ziel sollte demnach immer Qualität sein.

Erwartungen und Ziele in 2009:

Beruflich wünsche ich mir einfach nur weiterhin zufriedene Kunden. Der Rest ergibt sich daraus mehr oder weniger von alleine. Ich weiß was ich an Einnahmen brauche, um über die Runden zu kommen, alles was darüber hinausgeht, nehme ich gerne entgegen. Die weltweite Finanzkrise lässt mich zunächst einmal unbeeindruckt, ich begreife sie eher als Chance, denn als Bedrohung. Eine weltweite Krise der Finanzmärkte und deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft sind mir auch eine Nummer zu groß um direkt und unmittelbar zu Maßnahmen meinerseits zu führen. Es wäre müßig sich über Dinge Gedanken zu machen, die man selbst nicht in der Hand hat.

Ich schaue stattdessen, dass ich gute Arbeit abliefere und lasse diese für sich selbst sprechen. Wenn mal wieder etwas Luft sein sollte, wird mein gewerblicher Internetauftritt überarbeitet. Dort soll es auch dann kein großes Marketing-Blabla geben, aber wenigstens Referenzen und ein Blog.

Ansonsten bleibe ich offen für diverse Themen und Möglichkeiten Geld zu verdienen. Interessant sind neben dem Projektgeschäft natürlich auch Quellen regelmäßiger Einkünfte, die einen etwas ruhiger schlafen lassen könnten – wobei ich diesbezüglich zuletzt ganz gut dabei war, obwohl ich ein pathologisch schlechter Schläfer bin.

Privat habe ich zunächst einmal das Ziel mein die letzten Wochen vernachlässigtes Training wieder wenigstens dreimal die Woche durchzuziehen. Wenn die NHL Saison wieder in Europa eröffnet würde, würde ich auch wieder versuchen ein drittes Mal in Folge dabei zu sein. Gesund möchte ich natürlich bleiben und alles andere ergibt sich oder eben nicht. Ich bin viel zu relaxt und mir wegen Frauen nen Kopf zu machen… Sobald die Zeit es aber erlaubt, bzw. ich es mir erlaube, möchte ich mich wieder um zuletzt etwas vernachlässigte Freundschaften kümmern.

Gerne möchte ich auch wieder mehr lesen und da auch abseits meiner alten Jagdgebiete (Stephen King, wissenchaftlicher Kram) unterwegs sein. Aktuell liegt die Biographie von Nelson Mandela an – aber mit Duma Key auch ein Stephen King … Womöglich werde ich mir mal ein paar Bücher mehr von Phillip K. Dick, Isaac Asimov, … zulegen.

Was dieses Blog angeht, habe ich nur das Ziel die eingeschlagene Richtung beizubehalten, also häufiger zu bloggen und das Ganze weiterin als großes interessantes Spiel zu betrachten, inkl. Studium der Statistik, SEO-Spielchen und Vermarktung.

Es ist und bleibt spannend.

See you in ’09!