Mit 43 zurück in die NHL – Claude Lemieux will es wissen

Würde Claude Lemieux noch in der NHL spielen, wäre er besser und mehr gehasst als Sean Avery, der aktuell als unbeliebtester Spieler der NHL gilt? Der 43jährige Claude Lemieux jedenfalls war noch im Oktober überzeugt, dass er Avery ganz sicher übertrumpfen würde. So zu lesen im Artikel der New York Post.

Während Avery, mit Verlaub, einfach nur ein provozierendes Arsch auf Kufen ist, war Lemieuxs Spiel komplexer. Lemieux war kein Mann großer Worte, er provizierte Gegenspieler nicht verbal und brachte sie damit in Rage. Es war sein Spiel, dass die Gegener verzweifeln ließ. Hart wie Krupp-Stahl checkte er alles, was er erwischen konnte und je enger ein Spiel wurde und je wichtiger es war, desto mehr Gas er.

Im Gegensatz zu Avery hatte Lemieux das Talent, immer dann Tore zu schießen, wenn es wirklich nötig war. Er galt als Prototyp des idealen Playoff-Spielers, getreu dem Motto, „When the go gets tough, the tough gets going.“. So bekam er 1995 auch die Conn Symthe Trophy für den wichtigsten Spieler in den Playoffs. Damals gewann er mit den New Jersey Devils die Meisterschaft, was ihm auch in Colorado und Montreal insgesamt viermal gelang – noch etwas, was er Avery voraus hat, der bislang noch ohne große sportliche Erfolge dasteht.

Der Artikel der NY Post fasst es so zusammen:

Avery verletzt Gefühle. Lemieux verletzte Menschen.

Nun ist er wieder da!

Wie bereits vollmundig versprochen, will Claude es nochmal wissen. 5 Jahre nach seinem letzten NHL Spiel unterschrieb Lemieux einen Probevertrag bei den San Jose Sharks, die mit Jeremy Roennick bereits einen alten Haudegen in ihren Reihen haben.Wahrscheinlich wird Lemieux bereits diese Woche im AHL Team der Worcester Sharks auflaufen, um seine NHL Tauglichkeit unter Beweis zu stellen.

Wenn alles zur beiderseitigen Zufriedenheit verläuft, könnte Lemieux ein wichtiges Puzzle in einem Team sein, dass derzeit von Sieg zu Sieg eilt und als heißer Kandidat für die Meisterschaft gilt, jedoch noch nie in einem Finale stand.

Schade, dassder Deal nicht schon früher vonstatten ging, denn in drei Tagen treffen die Sharks daheim auf die Dallas Stars. Dann würden Lemiex und Avery direkt die Klingen kreuzen  können. Die nächste Gelegenheit kommt erst wieder am 29. Dezember.

Kommentare (3)

  1. Ich hab erst gedacht: Was ein Blödsinn..

    Aber schlechter als ein Jody Shelly kann er auch nicht sein und aufs Maul hauen kann man sich mit 42 auch noch.

  2. Der Vergleich hinkt allerdings, da Claude kein Goon war/ist. Schlägereien waren nicht sein Ding. Er war mehr sowas wie ein stürmender Scott Stevens..

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