Was Selbständige von Obama und der Finanzkrise lernen können

Auf den ersten Blick haben der nächste Präsident der USA und die aktuelle weltweite Finanzkrise nichts gemeinsam.

Während Obama bei den Präsidentschaftswahlen vergangene Woche Erfolg hatte, steht die durch die Banken verursachte Finanzkrise synonym für Misserfolg. Während Barack Obama eine reale Person ist und nun politisch Einfluss auf etwas so abstraktes wie Politik und Wirtschaft bekommt, ist die Finanzkrise ein Produkt abstrakter Vorgänge, welche sich auf die reale Wirtschaft und damit auch uns Menschen auswirkt.

Wo ist also die Verbindung zwischen beiden?
Ganz einfach, beide haben sehr respektierte Blogger dazu motiviert, sie zu analysieren und Rückschlüsse auf Selbständige zu ziehen.

Peer Wandiger seziert in seinem heutigen Beitrag Barack your Business – Was Selbständige von Obama lernen können die mehr oder minder geheimen Zutaten von Baracks Erfolg im Wahlkampf. In 8 Punkten stellt er dar, was Barack im Vergleich zu McCain und auch allgemein zu Politikern in der Vergangenheit und Gegenwart anders gemacht hat, wie dies zu seinem Erfolg beitrug und was wir Selbständige daraus lernen können.

Ebenfalls erst heute erschien der Post Web 0.2 im Blog von Andy Rutledge. Der unscheinbare Titel ist Andys Art darauf hinzuweisen, dass nach den Hypes um das Web und das sog. Web 2.0 im Zeichen der Finanzkrise im kommenden Jahr mit Einschnitten zu rechnen ist. Logisch nachvollziehbar sind seine Gründe, warum große Agenturen und ihre Angestellten um ihre Existenz fürchten müssen, während gleichzeitig selbständige Webworker mit dem Finger am Puls der Zeit mehr gebucht werden dürften, da die Weiterentwicklungen im Web nötig sind und weitergehen werden, man aber vermehrt auch auf agilere, flexiblere und innovativere Lösungen von vergleichsweise kostengünstigen Freelancern setzen wird.

Ich für meinen Teil bin mal gespannt darauf, wann wir zu lesen bekommen, was wir Selbständige von Sarah Palin und Papst Benedikt XVI. lernen können.

Kommentare (3)

  1. Was Wahlkämpfer in Deutschland und PR-Strategen von Obama lernen können, steht übrigens in dem Buch hier :): http://prodialog.org/content/publikationen/buecher/obama , was das Internet vom Obama lernen kann, steht hier: http://bazonline.ch/digital/internet/story/10670616

    Tatsächlich ist das aber alles dasselbe: Eine geniale Marketingstrategie zur Motivation von vielen Menschen, die in erster Linie über das Web gelaufen ist. Und die gilt es wirklich zu analysieren und genau zu bewerten, denn nicht umsonst hatte Obama wirklich Top-Leute in seinem Wahlkampfteam.

  2. Ob die Autorin wohl für den Fall der Fälle auch „Die 10 Erfolgsstrategien des John McCain“ vorbereitet hatte? ;-)

    Dass der Erfolg Obamas ein Teamerfolg ist, dürfte klar sein. Als Einzelkämpfer kommt man nicht weit. Man benötigt neben guten Kontakten und Gönnern auch ein exzellentes Team, sowohl an Politikern, Schreibern, wie auch an Marketingstrategen. Schließlich ist eine Präsidentschaftswahl eine Personenwahl und da geht es um Sympathie.

    Ich sehe Obama nicht als Kunstprodukts seiner Strategen. Sie haben eben das Beste aus ihm rausgeholt und ich hoffe dass er sie dies gemeinsam auch die kommenden 4, wenn nicht gar 8 Jahre tun werden.

    Lieber ein Obama mit einem guten Team, als einen George W. mit seinem Gruselkabinett.

  3. Pingback: Das war 2008. Nun kann 2009 kommen! - Mein Leben und ich - Alexander Langer

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