Den Trainer zu feuern hilft nicht, sagt eine schwedische Studie

Wenn es sportlich nicht läuft, ist der Trainer meist der Erste, der seinen Hut nehmen muss. Da ist Eishockey keine Ausnahme. Eine universitäre Studie im schwedischen Eishockey zeigt nun aber, dass dies selten zu einem besseren Saisonverlauf führt.

In der schnellsten Mannschaftssportart der Welt gibt es zuweilen auch die schnellsten Trainer-Entlassungen. So musste Karel Lang vor wenigen Tagen, nach gerade einmal 4 Saisonspielen, seinen Platz an der Bande der Duisburger Füchse in der DEL räumen.

Untersucht wurden die Entlassungen von Chef-Trainern in 30 Spielzeiten ab 1975/1976 in der Eliteserie, der höchsten Spielklasse Schwedens. Das Augenmerk galt dabei den zuvor erspielten Ergebnissen und den nach der Entlassung erzielten Ergebnissen. Dabei fand sich, dass unabhängig vom Saisonzeitpunkt, zu dem die Entlassung stattfand, einer Entlassung nur in vergleichsweise wenigen Fällen ein besserer sportlicher Verlauf in den übrigen Saisonspielen folgte.

Kommentare (2)

  1. Naja… das ist ja auch kein Wunder… Wenn die spieler nach jeder Saison sich an eine neue Person gewöhnen müssen. Schon strategien von zig Trainern aneignen müssen. Da bleibt doch kaum Zeit für eigene sportlich Weiterentwicklung. Ich verstehe es auch nicht warum die Trainer immer die Schuld des Versagen des Teams zugeschoben wird.

  2. Ich denke in der Regel ist es eine Abwehrreaktion seitens der Klubführung. Um sich nicht vorwerfen lassen zu müssen gar nichts zu tun, tut man eben irgendwas. Das befriedigt dann erstmal den aufgebrachten Mob.

    Ein Gegenbeispiel gibt es gerade bei den Kölner Haien in der DEL. Während Presse und Fans über Chef-Coach Doug Mason herziehen, hat man nach dem schlechtesten Saisonstart der KLubgeschichte (5 Niederlagen in Folge) mit dem Coach um zwei Jahre verlängert.

    Da liegt der Druck nun eindeutig beim Team.

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