Und ich sah, dass es gut war… Tag 1 nach Spore

Gestern erschien Spore in Deutschland, 3 Tage vor dem Startschuss in der übrigen Welt (warum auch immer). Mit Vorschusslorbeeren für Will Wrights neueste Spielschöpfung nach Sim City, Sim Life, Sim Ants, Sim Earth, Die Sims,  (…) wurde seitens der Fachpresse nicht gegeizt. Auch ich habe mir gestern meine Version gekauft und gleich ausprobiert…

Vor einer Woche hatte ich mir per Mail im hiesigen Saturn-Markt die Spore Galactic Edition auf meinen Namen reservieren lassen. €64.99 kostete mich das antizipierte Vergnügen. Da ich schonmal in der Gegend war, holte ich mir nebenan bei meinem Lieblingsdönermann noch einen großen Dönerteller mit Reis, um das Erlebnis daheim perfekt zu machen.

Lieferumfang

Viel zum Packungsinhalt kann ich eigentlich nicht sagen, denn so genau habe ich nicht reingeschaut. In der Box der Spore Galactic Edition findet man die ganzen Beigaben (DVD von National Geographics, Poster, etc.) und die normale Spielbox. Diese enthält die Spiel-DVD, eine Making-Of DVD und das Handbuch, auf dessen Rückseite man den Registrierungscode findet. Als Mac User muss einem auch nicht bange sein, denn die Spiel-DVD enthält sowohl die PC-Version als auch das Universal Binary für Mac OS X.

Der erste Spielstart

Nach der Installation habe ich zunächst einmal die Grafikdetails alle auf Maximum gestellt und die Auflösung auf die nativen 1680×1050 meines iMac (Core 2 Duo 2.66 GHz,  2 GB RAM, ATI Radeon HD 2600 PRO256 MB GDDR3). Um von der Umstellung etwas zu haben, musste ich das Spiel neu starten. Daneben möchte es einen direkt dazu bringen, entweder einen neuen Online-Account anzulegen, oder sich mit dem vorhandenen Account einzuloggen. Letzteres klappte leider den ganzen Tag lang nicht. Auch auf der Spore-Website war ein Login wegen technischer Wartungsarbeiten nicht möglich. Da ich eh erstmal ausgiebig den Einzelspielermodus zur Eingewöhnung nutzen möchte, ist das nicht so schlimm. Ist man aber eingeloggt, ist es glaube ich so, dass das Spiel sich Kreaturen von den Servern von EA herunterlädt und diese in das Spiel einbaut. Umgekehrt kann man auch eigene Kreationen aus dem Spiel heraus dort hochladen.

Die Zellphase: Ich beginne mein erstes Leben

Was man im Einzelspielermodus zunächst vorfindet ist die Übersicht über eine Galaxis. In dieser stehen eine handvoll Planeten zur Auswahl, auf denen man starten kann. Man gibt dem Planeten einen Namen, entscheidet sich, ob man Pflanzenfresser oder Fleischfresser sein will und los gehts. Ein eingeschlagener Meteorit platzt auf und entlässt einen als Einzeller / einfache Lebensform in die Ursuppe des Planeten.

In dieser Phase ist die Spieldarstellung zweidimensional. Man schwimmt herum und nimmt Nahrung auf, soweit sie einem ins Maul passt. Dadurch sammelt man Energie und Erfahrung. Mit einem schwimmen auch andere Kreaturen aller Art in der Ursuppe herum. Manche können einem als Nahrung dienen, ist man Fleischfresser, vor manchen nimmt man sich nach Möglichkeit in Acht, möchte man nicht selbst zur Nahrzung werden.

Wird man in Spore getötet, wird man neu geboren, hat aber keine großen Verluste zu befürchten. Mit der Zeit wächst man und wird komplexer, indem man sich mit Artgenossen tanzend und singend paart und eine neue Zellgeneration geboren wird. Das Spiel meldet sich immer dann zu Wort, wenn etwas Neues geschieht und zeigt und erklärt dem Spieler Zusammenhänge und was zu tun ist., etwa wenn seine Lebensform genug DNA-Punkte zusammen hat, um sich neue Körperteile zu spendieren. Ein separates Tutorial wird daher überflüssig und darum gibt es auch keines.

Nach etwa einer Viertel Stunde ist diese Art Arcade-Modus beendet. Die eigene Kreatur ist dann weit genug entwickelt, dass seine Art den Schritt ans Festland tun kann.In dieser Viertel Stunde ist man ein paar Male gefressen worden, hat sich vielleicht ein paar mehr Flagellen angeflanscht, um vor Feinden schneller fliehen zu können und alles war recht kurzweilig.

Die Kreaturenphase: Wir gehen an Land

An Land beginnen wir die sog. Kreaturenphase. Wir schlüpfen aus einem Ei, inmitten eines Nestes gehütet von Artgenossen. Hier an Land gilt es neue Einzelteile zu entdecken. Diese können wir später benutzen, um uns aufzumotzen – vorausgesetzt wir haben genug DNA-Punkte. Wir müssen Nahrung zu uns nehmen und lernen allerlei andere Kreaturen kennen. Diese können wir versuchen als Freund oder Feind zu gewinnen. Freunde können sich dabei auch zu Verbündeten entwickeln, die uns fortan begleiten. Von manchem Genossen an Land hält man besser Abstand.

Ich schätze, ich habe gestern so etwa 3 Stunden in dieser Phase verbracht, vielleicht auch 4 mit Unterbrechungen (Dönerteller mampfen, mein frisch eingetreoffenes iPhone austesten, …). Ich stecke noch immer in ihr drin und habe noch geschätzt ein Stündchen vor mir, ehe es in die nächste Phase geht. Mittlerweile habe ich mir mal ein zweites Bein gegönnt, Arme, nette Farbe und Muster und diversen Schnickschnack. Alle verfügbaren Körperteile haben ganz spezifische Eigenschaften. Diese bestimmen wie gut und schnell man laufen, springen, fressen, greifen, etc. kann. Besonders wichtig ist es wohl beeindrucken zu können, denn diese Fähigkeit wird gebraucht um andere Arten zum Freund / Verbündeten zu machen.

Meine erste Paarung (alles läuft jugendfrei ab) hat mich aber ziemlich erschrocken, denn zu dieser Gelegenheit spielt Musik, wie ich sie noch aus alten Schwarzweißfilmen kenne. Dazu hätten auch Ginger Rogers und Fred Astaire zusammen tanzen können..

Zwischenfazit

Alles ist mit Liebe zum Detail gemacht. Das merkt man an der musikalischen Untermalung und den vielen Kleinigkeiten. Zuletzt bin ich in der Kreaturenphase etwas ungeduldig geworden, denn ich wollte endlich noch mehr machen können. Doch manche andere Arten zu beeindrucken ist sehr schwierig. Ich habe da so eine Spezies, die würde ich sicher als Freund gewinnen können, wenn sie nicht beim eigenen Tanz so dumm herumspringen würden, dass ich zwischendurch daneben klicke..

Ich bin schon ganz gespannt wie es weitergeht, aber heute beginnt auch die DEL-Saison mit einem Heimspiel der Roosters und wie erwähnt, bekam ich gestern mein iPhone, noch dazu bin ich seit Montag selbständig. Es liegt also gerade viel auf einmal an.

To be continued…