Die Webhoster der deutschen Top Blogs

In Sachen Hosting haben Blogger die Qual der Wahl. Computer Zeitschriften und Websites sind voll von Webspace Anbietern. Ein langwieriger Vergleich von Angeboten ist vorprogrammiert. Einen Anhaltspunkt, neben Preisen und technischen Daten, kann man aber auch indirekt gewinnen, denn die deutschen Topblogs verteilen sich in der Masse auf nur eine handvoll Provider und wer Erfolg hat, kann ja nicht so falsch liegen..

Grundlage für meine Recherche sind die deutschen Blogcharts in der Ausgabe 34/2008 vom 20. August 2008. Wie diese Top100 Liste deutscher Weblogs erstellt wird, ist dort ebenso nachzulesen, wie die Liste selber, die sich übrigens wunderbar zum stöbern eignet.

Die Hoster der Top 10 Blogs:

  • Strato: 4
  • All-Inkl: 2
  • Hosteurope: 2
  • Hetzner: 1
  • vollmar.net: 1

Die Hoster der Top 20 Blogs:

  • All-Inkl: 4
  • Strato: 4
  • Hetzner: 2
  • Hosteurope: 2
  • FourtySix Media: 1
  • Init7: 1
  • IP Exchange: 1
  • manitu: 1
  • Six Apart: 1
  • vollmar.net: 1

Die Hoster der Top 50 Blogs:

  • All-Inkl: 7
  • Hetzner: 5
  • Hosteurope: 5
  • IP Exchange: 4
  • Strato: 4
  • FourtySix Media: 3
  • Init7: 3
  • 1&1: 2
  • manitu: 2
  • vollmar.net: 2
  • Canhost: 1
  • Six Apart: 1
  • Typepad: 1
  • WordPress: 1

Die Hoster der Top 100 Blogs:

  • All-Inkl: 12
  • 1&1: 9
  • Hosteurope: 7
  • Hetzner: 6
  • Strato: 6
  • Init7: 5
  • IP Exchange: 4
  • manitu: 4
  • FourtySix Media: 3
  • WordPress: 3
  • Canhost: 2
  • Six Apart: 2
  • Typepad: 2
  • vollmar.net: 2

Nicht berücksichtigt sind 15 Blogs, die ich adhoc keinem Rechenzentrum eines Hosters zuordnen konnte, z.B. weil sie direkt an einer Internet-Standleitung betrieben werden. Weiterhin sind Provider mit nur einem Blog in den Top100 nicht aufgeführt, wenn diese nicht wenigstens in den Top20 vertreten sind (was aber bei keinem der Fall ist).

Bevor man nun schnell die Hoster ansurft und dort sein Webhosting Paket bestellt, sollte ich wohl noch erwähnen, dass gerade in den oberen Tabellenregionen recht häufig dedizierte Server, sog. Root Server, eingesetzt werden. Shared Webhosting ist hier eher die Ausnahme.

Interessant ist, dass die großen freien Weblog-Anbieter kaum vertreten sind. WordPress.com mit 3 und Typepad mit 2 Blogs haben es gerade so eben in die Liste geschafft. Nur einmal vertreten waren Blogg.de, das Google Angebot Blogger und Twoday. Das dürfte verschiedene Gründ ehaben, wie mangelnde Flexibilität (Installation von Plugins), Performance und nicht zuletzt ist es auch ein Ausdruck von Individualität.

Die Standorte der Server liegen größtenteils in Deutschland, wogegen Six Apart (USA) mit 2 Nennungen kaum ins Gewicht fällt. Einen einzigen großen Ausreißer gabe es mit einem Politik Weblog, welches irgendwo in Asien bei AIMS liegt. Die vielen Hops dorthin merkt man aber auch deutlich, denn die Verbindung nimmt sich sehr zäh.

Dieses Weblog (das ganz sicher in keine Top-Liste kommen wird ) liegt übrigens auch auf einem Root-Server bei Hetzner. Ich traue eben mittlerweile kaum noch einem Server, den ich nicht selbst im Griff habe und in Sachen Root-Server ist Hetzner meines Erachtens nach in Preis-Leistung und Service top. Dazu muss ich aber auch sagen, dass mir einige der Anbieter bisher auch unbekannt waren (Init7, vollmar.net, FourtySix Media), so dass ich diese nicht aus eigener Erfahrung bewerten kann.

Wer übrigens Goneo, 1blu, Server4You (S4U), Evanzo, DomainFactory (DF) und Plusserver in der Liste vermisst – die kamen jeweils nur einmal in der zweiten Hälfte der Top100 vor.

Kommentare (14)

  1. Bei Strato würde ich auch keinen Shared Host nehmen. Mein erster Blogstart habe ich mit einem shared Host von Strato gemacht. Einzige Katastrophe. Nur 8 Mb PHP-Memory. index.php wurden nicht als startseiten gewählt! Und und und. Einfach nur schlecht. Bin bei df.eu. Ist ganz easy, habe keine Problem und zahle meine 3€ im Monat! ;-)

  2. Leider dürfte ein Großteil der Blogger technisch nicht sooo im Thema sein. Zu allem Überfluss gehören Angaben zum PHP Memory Limit, mod_rewrite, SafeMode, etc. nicht zur Leistungsbeschreibung .

    Stattdessen überbieten sich die großen Anbieter beim Shared Hosting lieber in Sachen Traffic, Speicher und Mailboxen, sowie bei Zusatzfunktionen, wohlwissend, dass das 99.9% der Kunden bei weitem nicht ausreizen.

  3. @edi

    Dein Stand ist, was Strato angeht, nicht mehr besonders aktuell. Zumindest bei den Premium Paketen ( also auch im Bereich Shared Hosting ) liegt das Memory Limit bei 20MB (PHP4) bzw 64 MB (PHP5). Eine Schnellsuche im Netz zeigt, dass auch bei den mittleren Paketen (PowerWeb) das Limit bei 16 MB liegt. index.php als Directory Index geht natürlich auch. ( Früher musste man tatsächlich eine entsprechende Direktive in eine .htaccess Datei schreiben. Na und?) Was mich früher von Strato abgehalten hat, war was anderes: Die dämlicherweise fehlenden Rewrite Rules. Aber selbst das geht mittlerweile.

    zu Domainfactory: Ganz klar ein guter Hoster. Aber redest Du vom Paket „MyHome Dynamic“? Das ist das kleinste Paket mit „dynamischen Inhalten“. Es kostet tatsächlich 2,95. Aber nur als ein ausschließlich für Neukunden verfügbarer Aktionspreis. Nach 6 Monaten greift wieder der Originalpreis von € 6,95. Domainfactory ist schon etwas teurer ( was aber okay ist).

  4. @toby:

    Was Strato angeht, gilt das aber vermutlich nur für die aktuellen Pakete. Wie schaut es aber bei Bestandskunden aus? Ist ein Upgrade unter Beibehaltung der Daten möglich?

  5. Ich denke, diese Änderungen an der technischen Basis sind hinter den Kulissen abgelaufen. Ein Upgrade dürfte gar nicht nötig sein. Bei den Rewrite Rules war das jedenfalls so.

  6. Mir ist immer der jeweilige Service wichtig. Bei einem entsprechenden Preis/Leistungsverhältnis dürften sich die „Großen“ wohl kaum unterscheiden. Kleinere Anbieter sind oft individueller, für entsprechende Leistung muss jedoch auch gezahlt werden.
    Mit Bloghostern wie WordPress oder Google ist man für viele Belange zu unflexibel.

  7. Ich sehe das eigentlich genauso wie Trendscout. Bei den großen Webhostern ist der Support leider oft einfach nur grottig.

  8. Das „Service“-Argument hört man ja häufig und das sicherlich auch nicht zu Unrecht, allerdings muss ich gestehen, dass ich in den letzten Jahren, ich glaube es sind mittlerweile mehr als 7 bei HostEurope, erst ein einziges Mal den Support bemüht habe (und da nur, weil ich was im Bezug auf die Aufstockung meines Paketes wissen wollte).

    Will damit sagen, dass der beste Hoster ja nicht unbedingt der mit dem besten Service ist, sondern wohl eher der, wo man den Service am seltensten benötigt!

    Soll jetzt nicht heißen, dass HE der beste Hoster ist. Das ist ja auch immer sehr sehr subjektiv zu bewerten!

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  10. Der Beitrag ist zwar schon ein wenig älter, aber ich will trotzdem meinen Senf dazugeben. Auch meiner Meinung nach ist das Service-Argument nicht ganz so wichtig, weil ich eigentlich froh bin, wenn die mich in Ruhe lassen. Wichtiger scheint mir die Erreichbarkeit des Servers, denn es ist schon ärgerlich, wenn die Seite plötzlich nicht mehr erreichbar ist. Von daher wäre das immer mein erster Blick neben dem Preis versteht sich.

  11. Da tun sich die Anbieter aber nichts, denn die Standardverträge aller Hoster sehen im SLA (Service Level Agreement) eine Erreichbarkeit von 99% vor. Sog. Tripe-9 Hostings gibt es auch – zu einem vielfach höheren Preis.

    Dieser Faktor kürzt sich beim Vergleich demnach raus und es bleibt dann eben doch noch der Service über. 1% Nicht-Erreichbarkeit sind mehr als dreineinhalb Tage im Jahr. Dazu vllt. noch die Zeit die eine Site aus eigenem Verschulden (Wartung) nicht erreichbar ist.

    Frag ist dann: Wenn es am Hoster liegt, wie gut ist sein Support erreichbar? Wie zeitnah und direkt wird auf Anfragen reagiert? Wie genau ist die Auskunft über evtl. Probleme? ….

  12. Der Hinweis ist sehr hilfreich. Danke für diese exzellente Arbeit. Ich denke dein Blog wird auch in Zukunft noch wichtig. Mach bitte weiter so!

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