NVidia veröffentlicht CUDA für Mac OS X

Ab sofort stellt NVidia das Entwicklungs-Toolkit CUDA für seine GeForce Chips auch in einer Version für Apples Mac OS X zum Download bereit. CUDA (Compute Unified Device Architecture) ist eine Entwicklungsumgebung, um in einem Dialekt der Programmiersprache C NVidias Grafikchips hardwarenah ansprechen zu können.

Entwicklern erschließt sich damit die Möglichkeit die Rechenpower von Grafikchips für eigene Zwecke in Anwendungen zu nutzen, weshalb in diesem Zusammenhang auch von GPGPUs (General Purpose Graphical Processing Units) gesprochen wird. Mitbewerber ATI / AMD hat für seine Grafikchips mit dem AMD Stream SDK eine sehr ähnliche Lösung für dessen Chips zu bieten, doch gibt es Stream bislang nicht für Mac OS X.

Wie nützlich dieses Release von NVidia ist, wird sich zeigen müssen. Entwickler, die bereits über Erfahrung mit CUDA verfügen, oder bereits von evtl. Windows- oder Linux-Versionen ihrer Software CUDA-Sourcecode in der Schublade liegen haben, können diesen nun auch fürApple Rechner mit NVidia Grafikhardware nutzen. Wer allerdings aktuell überlegt, sich in das Thema GPGPU Programmierung einzuarbeiten und konkrete Produkte plant, wartet wohl besser auf die Open Computing Language OpenCL. Initiiert von Apple arbeiten derzeit alle Hard- und Software-Riesen von Rang und Namen (außer Microsoft) an dem offenen Standard, der noch einige Schritte weiter gehen wird als CUDA und Stream.

OpenCL wird Entwicklern Rechenbeschleunigung unabhängig vom Hersteller der vorhandenen Grafikhardware erlauben. OpenCL wird ggf. sogar auf den Hauptprozessor ausweichen, wenn die Grafikhardware nicht leistungsstark genug sein sollte. Das Release einer ersten OpenCL Implementierung ist für kommendes Jahr, als Bestandteil von Mac OS X 10.6 „Snow Leopard“, geplant.