Content-spezifische Werbung in WordPress selbstgemacht

Wer Werbung von mehr als einem Anbieter in seinem WordPress Weblog unterbringen möchte, steht vor einem Problem. Wer sein Blog nicht über und über mit Werbeflächen verschandeln und dennoch alle Anbieter behalten will, muss sich etwas einfallen lassen.

Ich wollte gestern mal ein wenig experimentieren und außer mit Google AdSense noch anderen einen Chance geben, um auch mit ihnen mal Erfahrungen zu sammeln. Meine Wahl fiel auf Ads aus dem PartnerNet von Amazon. Da ich dann und wann ja auch über CDs, Filme (Kino, DVD, TV) und Computerspiele schreibe, passt das ganz gut, finde ich.

Allerdings wollte ich auf den betreffenden Artikelseiten dann nicht AdSense gemeinsam Amazon Ads haben, sondern wollte in Abhängigkeit von meinen Tags automatisch eine Entweeder-Oder-Auswahl treffen. Eine kurze Suche in der API von WordPress half mir dabei. Folgender Codeschnipsel kann als Ausgangspunkt für eigene Experimente dienen:

[sourcecode language=“php“]

$posttags = get_the_tags();
if (!$posttags) $posttags = array();
$tagnames = array();
foreach($posttags as $tag) {
$tagnames[] = strtolower($tag->name);
}
if (in_array(‚buch‘, $tagnames)) {
// HIER: Amazon JavaScript Code ausgeben lassen
} else {
// HIER: Google AdSense JavaScript Code ausgeben lassen
}

[/sourcecode]

Was wir hier innerhalb der WordPress-Loop machen ist, zunächst die Tags des Posts in $posttags einzulesen. Falls der Post ohne Tags ist, machen wir aus $posttags wenigstens noch ein leeres Array, damit es in Folge keine Fehlermeldungen gibt. Aus diesen lesen wir die Tag-Namen in $tagnames. Schließlich überprüfen wir, ob das gewünschte Tag „buch“ im Array $tagnames vorhanden ist. Da die PHP Funktion in_array() zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheidet, habe ich beim Auslesen der Tag-Namen diese gleich alle in Kleinbuchstaben wandeln lassen.

Wenn ich meinen Artikel also mit dem Tag „buch“ oder „Buch“ versehen habe, wird Amazon Werbung eingeblendet, andernfalls Googel AdSense. Da man bei Amazon noch einstellen kann aus welcher Produktgruppe Artikel beworben werden sollen, kann man sogar dafür sorgen, dass bei als „Buch“ getaggten Artikeln nur Bücher beworben werden, bei „Film“ nur DVDs angeboten werden, etc. Dazu macht man dan eben nur ein paar if-else mehr dazu – oder man schrebt sich ein WordPress-Plugin.

Kommentar (1)

  1. Was ich gerade in eigener Sache bemerkte: Auf diese Art kann man sich auch tag-gesteuert Unannehmlichkeiten ersparen. Bspw. kann man Trigami-Reviews / -Artikeln das Tage „Trigami“ verpassen und darüber AdSense & Co. im Inhaltsbereich ausschalten, so dass das Ganze auch konform mit den Trigami-AGB läuft.

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