Microsoft bringt Open Source und wird Apache Mitglied

Kaum hat Bill Gates seinen Schreibtisch in Redmond geräumt, löst Microsoft ein Versprechen ein und öffnet sich der Open Source Gemeinde, berichtet TheRegister. Zunächst gab es einen Patch für PHPs ADOdb Datenbank Treiber. Zeitgleich trat man als Platin Mitglied der Apache Software Foundation (ASF) bei. Diese Mitgliedschaft ist ab einem Beitrag von US $100.000 pro Jahr zu haben.

Schickes Firmenschild von Microsoft am Campus in Redmond

Zusätzlich gibt man die bisher verschlossenen Spezifikationen für mehr als 100 Protokolle frei, die Windows Clients und Server zur Kommunikation nutzen. Sam Ramji, Senior Direktor für Plattform-Strategie bei Microsoft, gab ferner bekannt in nacher Zukunft noch diverse Patches für PHP beizutragen, die dann wohl ebenso wie die aktuellen unter einer der gebräuchlichen Open Source Lizenzen (LGPL) beigesteuert werden. Beinahe könnte man meinen, Microsoft wäre auf dem Wege irgendwann einmal sympathisch zu werden.

Doch dummerweise las ich erst gestern in einem Artikel ein Zitat von MS Chef Ballmer, dass man eine US $300 Mio.schwere Marketing Kampagne plant, um das Image von Vista aufzubessern. Damit möchte man sich gegen Apple zur Wehr setzen, deren Marketingkampagnen laut Ballmer einen Großteil der unter der Kundschaft herrschenden Ressentiments gegen Vista zu verantworten haben.

Mein Tipp an den ehemaligen Footballer lautet dem Receiver nicht zum Straftraining zu schicken, wenn der Quarterback üble Pässe wirft. Hätte man das Geld genutzt ein marktreifes Produkt herauszubringen und nicht diese mittelschwere Katastrophe, als die Vista sich erwiesen hat, dann müsste man das Produkt nun nicht für viel Geld schöner reden als es nunmal ist.