Im Kino: Akte X – Jenseits der Wahrheit

10 Jahre nach ihrem letzten großen gemeinsamen Abenteuer – dem ersten Akte X Kinofilm – sind Fox Mulder (David Duchovny) und Dana Scully (Gillian Anderson) erneut ein Team, um einen mysteriösen Fall des FBI aufzuklären.

Zwar arbeiten beide längst nicht mehr für das FBI, doch bittet sie ihr alter Arbeitgeber um Hilfe bei der Suche nach einer vermissten Agentin. Nur 6 Stunden nach ihrem Verschwinden meldet sich ein ehemaliger katholischer Priester und erzählt, er empfange Visionen von eben dieser Frau. Nach seiner Anweisung wird auf einem zugefrorenen See ein abgetrennter Arm gefunden – allerdings von einem Mann. Andere menschliche Einzelteile sollen diesem Arm noch folgen…

Kinoplakat: Akte X 2 - Jenseits der Wahrheit

Dass der Ex-Geistliche ein Verurteilter Pädophiler in 37 Fällen ist, macht ihn für die regulär mit dem Fall beauftragten Agents und auch Scully nicht eben glaubwürdiger. 10 Jahre nach dem letzten Film hat Scully noch immer nichts von ihrer natürlichen Skepsis, allem Unerklärlichen gegenüber, eingebüßt. Auch Fox wird nach anfänglichem Sträuben sein Home-Office zu verlassen wieder ganz der Alte.

So entwickelt sich ein spannender Krimi/Mystery-Thriller, aus der Feder von Akte X Schöpfer Chris Carter, mit den für die Serie typischen Accessoires, wie Fox kauzigem Humor und klassicher Selbstironie der Serie (in der FBI Zentrale hängen links und rechts der Tür zum Büro des Direktors die Bilder von George W. Bush und J. Edgar Hoover, dazu ertönt der Akte X Jingle von Mark Snow, während Fox und Dana vielsagende Blicke austauschen). Die Auflösung ist lange offen, was für Spannung sorgt, während die Hauptcharaktere auch noch nebenläufige Handlungsstränge haben, die aber eng mit der Hauptstory verwoben sind.

Anders als beim ersten Kinofilm kam diesmal wieder echtes Akte X Feeling auf, wie es in den 90er Jahren der Fall war. Dem Publikum nach zu urteilen, welches mit mir im Kino saß, handelte es sich auch größtenteils um alteingesessene Serienfans. Nichts desto trotz würde ich schätzen, dass man auch ohne Serienkenntnis mit dem Film problemlos klarkommt, da zum Verständnis hier und da hilfreiche Infos passend eingestreut werden, ganz und gar ohne sich in große Rückblicke zu verirren. Der Film bleibt Akte X treu, völlig ohne Übertreibung und Klischees, ganz als hätte es das Serienende nie gegeben.

So ist „Akte X – Jenseits der Wahrheit“ uneingeschränkt empfehlenswert. Ich jedenfalls wünsche mir die guten alten Zeiten zurück und würde nur ungern nochmal 10 Jahre auf einen neuen Kinofilm warten müssen.

Einziger Kritikpunkt meinerseits ist die neue Synchronstimme von David Duchovny. Seinen Part spricht nun Johannes Basner, nachdem sich 20th Century Fox und Duchovnys Stammstimmengeber Benjamin Völz sich nicht auf ein Gehalt einigen konnten. Auf mich wirkt die neue Stimme nicht nur ungewohnt, sondern auch unpassend, da zu jung, zu hell, zu flach…

Kommentar (1)

  1. Pingback: Tron 2 / Tr2n - Bootleg Trailer ist online - Alexander Langer

Kommentare sind geschlossen.