CDs: The Duke Spirit

Mehr zufällig erschien die Londoner Band The Duke Spirit auf meinem Radar, während ich kürzlich im iTunes Store stöberte. Was ich fand gefile mir so gut, dass ich direkt alle Alben der Band kaufte. Das gestaltete sich nicht weiter schwierig, denn es gibt nur deren zwei. Einen Tag später konnte ich auch nicht widerstehen und bestellte drei T-Shirts in deren Merchanidising Shop, dessen Lieferung ich nun täglich erwarte…

The Duke Spirit, das sind nach meinen Recherchen fünf Kunststudenten, die sich über das Studium und Studentenfeten kennenlernten. Was ich der Band hoch anrechne ist, dass sie eine Bildungslücke meinerseits schlossen. Als ich den Namen der Frontsängerin Liela Moss in der Band-Biografie las, wurde mir klar, dass die Liela aus Futuramm keinen futuristischen Kunstnamen hat. Aber wer bitteschön nennt seine Tochter Liela?

The Duke Spirit - Liela Moss, Luke Ford, Toby Butler, Dan Higgins, Olly Betts

Musikalisch kommt man rockig mit stark grungigem Einfluss daher. Gerne werden sie mit den Yeah Yeah Yeahs verglichen, für die sie auch schon als Support aufgetreten sind. Da ich selbst großer Fan der YYYs bin, kann ich das nicht ganz nachvollziehen. The Duke Spirit sind klasse, aber sie kommen nicht an den Druck der YYYs heran, geschweige denn die unnachahmlichen Ausbrüche und unanständigen Texte von Karen O. Die Londoner kommen durchaus auch laut und schnell daher, doch kommen gerne etwas dunkel und malancholisch daher, was ihnen u.a. Vergleiche mit Nick Cave and The Bad Seeds und den Pixies einbringt.

Cuts Across The Land …

… ist das Debüt-Album der band aus dem Jahr 2005. Dabei handelt es sich um eine Kollektion aus bis dahin live performten Songs und EPs. Eingängig und rockig (Cuts Across The Land, Stubborn Stitches, Fades The Sun, Lion Rip, Love Is An Unfamiliar Name) präsentieren sie sich hierauf ebenso wie eher getragen, ruhig und melancholisch (Darling You’re Mean, Hello To The Floor, Bottom Of The Sea, You Were Born Inside My Heart, Lovetones).

Neptune …

… ist das brandneue 2008er Album, welches nach einem kurzen Intro-Song mit „Send A Little Love Token“ direkt Fahrt aufnimmt. Es folgt die erste Single-Auskopplung „The Step And The Walk„, ein echter Mitwipp-Ohrwurm. Nach dem ruhigen „Dog Roses“ steigen Tempo und Dynamik mit „Into The Fold“, um dann über das eingängige „This Ship Was Built To Last“ und „Wooden Heart“ wieder ruhiger zu werden. Es folgen wieder vier temporeiche Nummern, ehe das Album im melodiös-akustischen „Sovereign“ endet. „Your Really Wake Up the Love In Me“, „My Sunken Treasure“, „Lassoo“ und „Neptune’s Call“ sind davor ziemlich schwer wieder aus dem Kopf zu bekommen.

Woran die Jungs und das Mädel auf jeden Fall noch arbeiten müssen, sind die Videos. Die sind teils echt übel… Nichtsdestotrotz würd ich mich freuen die Fünf mal live zu sehen. Nach dem zu urteilen, was man in Artikeln und Kommentaren zu lesen bekommt, sollen sie live ziemlich schau sein.