Heidelberg ist Ausland

StephAm gestrigen Samstag war ich zu Besuch in Heidelberg. Ich war zuvor lediglich einmal kurz in der Heidelberger City gewesen. Im Anschluss an die totale Sonnernfinsternis am 11.8.1999 hatten wir dort noch eine Umtrunk zu uns genommen, nachdem wir das Spektakel auf einem Feld im Kernschatten der SoFi miterlebt hatten. Diesmal war ich mit André zu Besuch bei Stefph, der Exil-Mendenerin und Ex-Arbeitskollegin aus gemeinsamen MB&T Zeiten.

Die vielen Schilder zu den Kasernen der Amerikaner kennt man von diversen Autobahnfahrten in der Gegend, von daher ist klar, dass man hier und da wohl mal auf nen Ami trifft. Aber weit gefehlt mit „hier und da“, denn sie sind überall! An der Ampel stehen Leute und reden Englisch. In der Straßenbahn redet der Fahrer gar nicht, der Rest redet Englisch. Im H&M reden die Leute Englisch. Im Subway redet die Bedienung zwar Deutsch, aber mit fettem amerikanischen Akzent. Im Kino hört man mal endlich vertraute Klänge, aber kaum kommt man heraus gehts wieder los und alle Leute auf der Straße reden Englisch.

Da war es nur konsequent den Abend in O’Reilly’s Irish Pub ausklingen zu lassen. Hier war wenigstens klar, dass viel Englisch gesprochen werden würde, wenn auch in den urigstens Akzenten. Iren sind ja schon ein komisches Volk, zumal St. Patrick’s Day bevorsteht…

Jedenfalls ist Deutsch in Heidelberg nach Englisch scheinbar nur die zweite Amtssprache. Laut Insidern folgt Japanisch auf Platz 3, wegen irgendwelcher Läden wo sich japanische Touristen konzentriert mit Markenartikeln made in Europa eindecken können.

Vielleicht mache ich es nächstes Mal wahr und ziehe meine Karoke-Entjungferung in O’Reilly’s durch. Schließlich ist es üblich sich als Tourist im Ausland ohne Rücksicht auf Verluste daneben zu benehmen. In meiner näheren Auswahl befanden sich Pearl jam (Daughter, Jeremy) und The Police (Message in a Bottle). Vorerst übe ich lieber noch etwas…

Bilder von unserem Tagestripp zu Steph und den Kleenen sind in Andrés Weblog zu finden.

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