Zickenterror der Social Networks

Erst kürzlich konnte SchülerVZ das StudiVZ in Sachen Page Impressions (Seitenaufrufe) übertrumpfen. Während das SchülerVZ („VZ“ steht für „Verzeichnis“) ein Ableger aus eigenem Hause ist, ist StudiVZ selbst ein deutscher Abklatsch des US-Amerikanischen Facebook, welches wiederum kurz vor Start der eingedeutschten Version steht.

Da die VZs in aller Munde sind wundert es auch nicht, dass es andere Anbieter gibt, die das Kürzel in ihrem Namen führen. Allen voran steht momentan die Recruiting-Plattform BewerberVZ, doch deren Namensgebung stößt beim Trendsetter übel auf. So hat StudiVZ eine Einstweilige Verfügung gegen die BVZ-Perosnal GmbH erwirkt, derzufolge ihr das Tragen des Kürzels „VZ“ im Namen der Internetplattform untersagt wird. Dagegen will sich Gründerin Nina Krug auch rechtlich zur Wehr setzen und wird mit den Worten zitiert, “Ich lasse mir kein wettbewerbswidriges Verhalten von einem Facebook-Klon vorwerfen”.

Ich sage: „Daumen hoch, Frau Krug!“

Wenn die Epigonen von StudiVZ es nötig haben, sich nach diversen Sicherheitslücken, AGB-Änderungen und personalisierter Werbung in Nutzerprofilen, auch noch mit dermaßen lächerlichen Maßnahmen unbeliebt zu machen, sollen sie das ruhig tun. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.

Ich lehne mich derweil zurück, greife zu den Kartoffelchips und freue mich auf Runde 2 im Zickenterror der deutschen Social Networks.

Kommentar (1)

  1. Für mich hat das StudiVZ extrem an Reiz verloren.
    Das einzige, was ich noch von Nutzen ist, ist der Bilderupload für die Leute ausm Ausland. Da gibts aber auch schon andere, bessere Dienste.

    Die kritische Masse ist zwar locker da (ich glaube 8 Mio. Nutzer bei 2,6 Mio deutschen Studenten) aber ob sich das Ding auf lange zeit halten kann?

    Für mich persönlich hat es kaum Mehrwert.

    Bin mal gespannt, wo sich die Netzwerke in 10 oder 20 Jahren einpendeln.

Kommentare sind geschlossen.