CD: Amy Winehouse – Back to Black

Manchmal – aber nur manchmal – denke ich, ich bin der Musikbanause, nicht all die anderen ;) Amy Winehouse war für mich bis vor ein paar Monaten so eine Sängerin, die ständig wegen Drogengeschichten in der Presse war. Wenn mich wer gefragt hätte, was die denn so singt, hätte ich mit den Achseln gezuckt. Mir wäre kein einziger Song eingefallen.

Dabei kannte ich den einen oder anderen Song sehrwohl von Frequence Metz, aber während der Arbeit schaue ich nicht bei jedem Lied von wem es ist und wenn ich mal schaue, vergesse ich es meist auch wieder. Nun, irgendwann war damit Schluss. Die Frau räumt Preis um Preis ab und steht lange ganz oben in den Charts (zumindest in den iTunes-Verkaufscharts, die einzigen Charts die ich mal zu Gesicht bekomme). Beim kurzen durchhören kam mir dann gleich einiges bekannt vor und einen Klick später gehörte das Album mir.

Ich muss sagen, ich ziehe meinen virtuellen Hut vor der mittlerweile 24jährigen Dame. Klasse Stimme, klasse Stücke, klasse produziert, klasse Sound! Länger könnte es sein, das Album. Kaum hat man angefangen, ist es auch schon zu Ende. Zum Teil liegts natürlich daran, dass man schwer stoppen kann, wenn man mal angefangen hat.

Zwischen all den eher etwas hartrockigen Sachen wirkt dieses Album vielleicht etwas deplaziert, aber vielleicht mag ichs eben wegen seiner exponierten Stellung in meiner Sammlung umso mehr. Rehab, You Know I’m No Good und Back to Clack sind die Tracks, die aus dem Album nochmals herausstechen. Bei den Texten hätte ich sicher wen anderes erwartet, als so ein junges Ding, aber sie bringt das alles 1a rüber und etwas autobiographisch geht es hier und da wohl auch zu, schenkt man der Presse etwas Glauben.

Schön, dass man sich entschieden hat dem Album einen runden, warmen Oldschool-Sound zu geben. Die Scheibe hätte auch gut in den 60ern herauskommen können. Ich sags nochmal zum Abschluss: Klasse!

Kommentare (3)

  1. Ich musste die meiner Freundin vor fast einem Jahr besorgen, bis dato hatte ich absolut noch nie irgendwas von der gehört. Was mich etwas wundert ist dass die Frau fast keinen Top-10 Hit gelandet hat, die meisten Singles tauchen nicht mal in den Top50 auf, für einen vermeintlichen Weltstar (der Fülle der Pressemitteilungen nach zu urteilen) schlichtweg ein Witz. Einzig das Album schlug in vielen Ländern ein wie eine Bombe. Schon phänomenal irgendwie

  2. Ich denke ihre Eskapaden und ihr Styling dürften viel zur Medienaufmerksamkeit beigetragen haben. Überall Tattoos, üble Frisur, Alkohol, Kokain, Magersucht, ….

    Sie ist sicher kein Prototyp für ein Seite-1-Girl, aber wenn ich mir so manches Foto mal anschaue würde ich sagen, dass man aus der Frau echt was machen kann, wenn sie mal gerade keinen Bulimieschub hat oder total zugedröhnt ist…

  3. Mir ging es damals auch ähnlich. Da war eine Sängerin mit Namen Amy W. und war täglich in der Presse (nur Negativschlagzeilen). Ich dachte mir: Was kann die denn? Ich kannte nicht einen Titel von ihr. Mittlerweile (ich muss gestehen durch DSDS) finde ich ihre Stimme genial.

Kommentare sind geschlossen.