Meine erste IRIX Installation

Nachdem ich letzte Woche bereits den Hauptspeicher meiner SGI Octane von 512 MB auf 1 GB erweitert hatte, kam gestern das nächste Puzzlestück per Post – die neue Festplatte. Ausgerüstet war sie mit einer IBM DDRS 9.1 GB (7.200 U/min), nun bin ich im Besitz einer Quantum Atlas 10K III 36.7 GB (10.000 U/min), denn mehr Platz und mehr Geschwindigkeit sollte es sein, wohlwissend, dass der interne SCSI-Bus der Octane auf 40 MB/s begrenzt ist, weswegen eine 15.000 U/min Festplatte wohl keinen signifikanten Vorteil bringen würde.

Da meine Hot Swap Drive Sleds noch auf dem Transportweg sind und ich daher nur den zur Verfügung habe, in dem die 9.1er Platte steckt, habe ich sie kurzerhand gegen die neue Platte ausgetauscht. Mit dem Notebook im Internet surfend sitze ich dann vor der Maschine, schalte meinen mittlerweile angeschafften externen SCSI-Brenner an, starte die Octane und höre die neue Platte wie eine kleine Turbine auf Touren kommen. Ab geht es in den Maintenance Modus, ich lege von meinem Satz IRIX 6.5.5 CDs (eine schon recht betagte Version) die „Installation  Tools and Overlays (1 of 2)“.

Ich wühle mich im Netz durch diese und jene Installationsanleitung. Am Ende lande ich bei einer Anleitung aus Spanien (auf Englisch), die als Vorbereitung auf die Installation einer Software zur Auswertung von NMR Daten auch die komplette IRIX 6.5 Systeminstallation inkl. Einrichtung neuer Festplatten beschreibt. Am Ende raufe ich mir die Haare wegen irgendwelcher nicht erfüllter Abhängigkeiten. Wie sich rausstellt liegt diese darin begründet, dass ich die Paketauswahl aus der Beschreibung versucht hatte zu übernehmen, die auf die spezielle Software ausgerichtet ist und vor allem weil nirgendwo erwähnt ist (auch nicht in den anderen Anleitungen) auch die zweite Overlays CD einzulesen. Stattdessen wähle ich also ein „i standard“ (ich fand nicht erwähnt, dass es diese Option gibt, aber das System schluckte sie, also gibt es sie) und dann direkt das „go“ und siehe da -Stück für Stück installiert sich das System, während ich die 9 CDs zufüttere.

Beim ersten erfolgreichen Booten von der neuen Platte mit dem neuen und frisch installierten System, war ich natürlich happy :) Nach ein wenig Herumklicken (auf meinem bisherigen System war nur vergleichsweise wenig vorinstalliert) habe ich dann nochmal von vorne begonnen und eine eigene manuelle Partitionierung vorgenommen, anstatt die Standard-Einstellungen zu übernehmen. Beim zweiten Installationsversuch ging auch alles gleich sehr viel reibungsloser.

Mit dem neuen System kam ich direkt online. Ich loggte mich in meinen SupportFolio-Account bei SGI ein und ließ über Nacht die Overlays für IRIX 6.5.22 herunterladen. Heute Abend daheim angekommen, habe ich die drei Archive dann zusammen in einem Verzeichnis entpackt, zuvor habe ich noch Patch 5086 heruntergeladen und installiert und dann das Verzsichnis dem Software-Manager zu Fressen gegeben. Auch das Update verlief völlig problemlos.

So habe ich nun ein frisch gepatchtes 6.5.22er System und ich kann sagen, dass es sich deutlisch schneller anfühlt als mit der ollen Platte, auch wenn die neue geringfügig mehr akustische Präsenz hat.

Als nächstes schaue ich mir mal zwei Synchronisationsskripte für IRIX Patches und das Nekochan Archiv an. Nekochan Software von Hand beginnend bei Null zu installieren ist nämlich ziemlich heftig, weil man alle Abhängigkeiten von Hand auslesen, Pakete herunterladen, installieren, weitermachen, … muss.

Kommentare (2)

  1. Hi das mit den Skripten für den Softwaremanager find ich interessant…
    Hab noch keine Möglichkeit gefunden daß der online nach dem zeugs sucht

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