Im Kino: Der Nebel

In einem kleinen Nest an der Ostküste der USA tobt ein Sturm. Am Morgen danach raffen sich die Bewohner auf erstmal in die Stadt zu fahren und Vorräte zu hamstern, während Handy- und Telefon-Netze noch gestört sind. Im einzigen Supermarkt herrscht gewissermaßen Ausnahmezustand, doch als eine dichte Nebelsuppe in Sekundenschnelle über die Stadt herein schwappt wird die Lage ernst, denn Der Nebel fordert erste Opfer. So verbarrikadieren sich die Käufer und finden mit der Zeit Stück für Stück heraus, in was für einer grausam ernsten Lage sie sich befinden.

Vordergründig ist der Film, basierend auf Stephen Kings Buch „The Mist“ ein Horror-Thriller.  Das Grauen einer anderen Welt ergießt sich in unsere Realität und verbreitet Angst und Schrecken. Viel mehr fokussiert er darauf, was in einer solchen Extremsituation mit Menschen geschieht, die noch zudem ohne Hintergrundinformation und Kontakt zur Außenwelt zusammen gefangen sind.

Filmposter - Der Nebel (The Mist)

Einige Szenen könnten auch direkt aus dem Spiel Half Life 2 entstammen, denn ein Mangel an großen bis extrem großen bizarren Monstern herrscht in diesem Film nicht. Doch das wahre Monster bleibt der Mensch selbst, teils gelähmt und teils seltsam motiviert durch seine alles beherrschende Furcht dreht sich alles um die Frage, was man in einer scheinbar ausweglosen Situation tun würde, wenn man an Rettung nicht glaubt und man nicht Futter für die Monster werden will.

Interessant für King Fans ist bereits die erste Szene des Films, in welcher die männliche Hauptrolle vor einer Staffelei in seinem Atelier sitzt und den Revolvermann Roland Deschain von Gilead samt der Rose vor dem Dunklen Turm malt.