2007 – Der Jahresrückblick

Das Jahr 2007 neigt sich dem Ende zu, da wird es Zeit das Jahr kurz Revue passieren zu lassen und zu überlegen, was das neue Jahr wohl bringen wird.
Meine erfolgreichsten Beiträge

Laut der Webstatistiken, waren folgende Beiträge dieses Jahr besonders gefragt bei den Lesern, wobei natirbedingt für solche Listen die älteren Einträge mehr Chancen auf häufigere Besuche haben.

  • Internet-Nutzer haben weder Anstand noch Pietät
    Wenn Eltern das eigene Kind zu Grabe tragen müssen, ist das schon schwer genug. Wenn aber Fotos des verunfallten Leichnams öffentlich gemacht und Familienangehörige und Bekannte von anonymen Idioten damit konfrontiert und belästigt werden, ist das ein mehr als starkes Stück. Familie Catsouras aus Kalifornien musste diese Erfahrung machen, nachdem ihre Tochter Nikki bei einem Autounfall ums Leben kam und irgendein Depp von der Polizei die Fotos weitergab.
  • T-Online schaltet DNS-Server ab und Die Lösung: Siemens Gigaset SE515 DSL Router Bug und T-Online DNS-Server Abschaltung
    Wenn man auf einmal statt der gewünschten Website nur noch eine Fehlerseite seines Internet-Providers vor sich sieht, sind die meisten erstmal ratlos, zumal wenn die Fehlermeldung keine klare und einfache Lösung anbietet und der verwendete Internet-Router einen Serienfehler hat. Dieses Schicksal teilten viele Menschen in diesem Jahr und nicht nur Kunden von T-Online, doch tauschten sie auch Lösungswege und Erkenntnisse ihrer Ursachenforschung miteinander aus.
  • Die Eishockey WM 2007 im TV und Eishockey WM 07: Live im Internet
    Jedes Jahr dagleiche: Eishockey ist zwar in Deutschland die Nummer Zwei hinter König Fußball, aber in den Medien stark unterrepräsentiert. Das Paradebeispiel ist immerwieder die Eishockey WM. Fingernägelknabbernd hofft man alljährlich auf Übertragungen im Free-TV und zwar live und nicht zeitversetzt oder verstümmelt und nach Möglichkeit auch von interessanten Begegnungen ohne deutsche Beteiligung. Alleine sich die Sendezeiten zusammenzusuchen ist eine Kunst für sich.
  • Wie schnell stinkt eigentlich ein Pups?
    Aus dem Kursiositätenkabinett dieses Weblogs kommt eine Frage von existenzieller Bedeutung für die menschliche Rasse. Naja, nicht wirklich ;)
  • Der kugelsichere Ganzkörperanzug – schützt bestimmt auch vor Bären und aufdringlichen Groupies
    Der Kanadier Troy Hurtubise ließ sich vom Fehlschlag mit seinem Anti-Bären-Anzug (wäre vielleicht etwas für den Problem-Bären gewesen) nict entmutigen und präsentierte seinen angeblich kugelsicheren Ganzkörperanzug, der mich doch verdammt an das selbstgebastelte Tron-Kostüm von Jay Maynard erinnerte. Diesem blieb meine Erwähnung auch nicht unbemerkt und so verewigte er mich auf seiner Website.

Musik

Musikalisch war dieses Jahr die Fortsetzung eines Trends. Elektronische Musik ist bei mir schon eine ganze Weile out, gar nicht mal weil ich sie nicht mehr mag, sondern eher weil mir der Draht zur Szene fehlt, um auf dem Laufenden zu bleiben. Ich bin eher der klassische Hörer dem ein Lied gefällt, schaut von welcher Band es ist und sich ein Album kauft. Bei elektronischer Musik ist das so gar nicht drin.

Die Nine Inch Nails und Danko Jones haben meinen Hang zum Rock bekräftigt. Mit Led Zepplin und Wolfmother sind auch eher historische angehauchte Rockklänge hinzugekommen älterer und neuerer Machart hinzugekommen. Mit meiner späten Entdeckung des letzten Kante-Albums haben diese den Eindruck von „Die Tiere sind unruhig“ bestätigt, dass sich diese Band hervorragend entwickelt einen größeren Fankreis in Deutschland zu erschließen, ohne dabei kommerziell und überproduziert rüberzukommen. Das kann man von MIA. irgendwie nicht sagen, von denen ich dieses Jahr vermutlich kaum 10 Minuten Musik gehört habe. Das letzte Album hat es mir einfach zu sehr verlitten.

Kurz vor Ende des Jahres habe ich dann dank zweier Live-Mitschnitte im TV Kabarettist / Sänger / Texter / Alleskönner Rainald Grebe für mich entdeckt. Derzeit laufen lose Planungen ihn mirt im Februar mal in Bochum live zu geben. Wenn mal einer mit den weißen Stöpseln im Ohr an der Kasse im Kaufhaus steht und auf einmal grinst oder lacht, dann könnte das ich mit meinem iPod sein, der gerade Rainald Grebe hört…

Sport

Ja, der Sport ist immer etwas kurz gekommen in meinem Blog, aber ddafür schreibe ich dann halt jetzt etwas mehr. ;)

Für meine St. Louis Blues endete in der NHL eine die zweite Saison in Folge ohne Playoff-Teilnahme. Aber der Umbruch nach dem Wechsel des Besitzers tat dem Team sichtbar gut. Dave Checketts will das Team nun wieder dahin führen, wo es auch zuvor war, nämlich zurück in die Spitze. Mit der Verpflichtung von Paul Kariya setzte er ein Ausrufezeichen hinter seine Ambitionen und auch den kürzlichen Trade von Doug Weight im Tausch für Andy McDonald werte ich als Zeichen für den Willen des Managements wieder ein gutes Paket bieten zu wollen. Eine große Rolle werden dabei auch frische Gesichter spielen. Der aus Boston in der letzten Saison getradete Brad Boyes hat die schnellsten 20 Tore für die Blues seit Brett Hull geschossen. David Perron hat sich mit starken Leistungen in der Vorbereitung einen NHL-Vertrag verdient und ist mit 7 Toren und 7 Vorlagen in 24 Spielen derzeit auf Platz 9 nach Punkten unter den besten Rookies der Liga. Der an Nummer Eins gedraftete Verteidiger Erik Johnson zeigt in seiner Rookie-Saison mit aktuell 2 Toren und 10 Vorlagen in 24 Spielen bereits was für ein Potenzial in dem Mann liegt, der in Fachkreisen bereits zuvor als neuer Chris Pronger gehandelt wurde. David backes, Steve Wagner und der in den letzten beiden Jahren durch viel Eiszeit unglaublich gereifte Lee Stempniak sind weitere hoffnungsvolle junge Schlüsselspieler in einem Team, das zum ersten Mal seit langem den vermissten Mix aus Routine und Dynamik hat.

Die Iserlohn Roosters dagegen beendeten in der DEL wieder eine Saison ohne Playoff-Teilnahme. Zum widerholten Male fand man sich am Ende auf Platz 11 wieder und verpasste mit den erstmals ausgetragenen Pre-Playoffs zwsichen den Teams auf Rang 7 und 10 denkbar knapp das Saisonziel. Mit Dimitrij Kotschnew nahm ein in Iserlohn in langen Jahren zum Nationalspieler gereifter Torhüter seinen Abschied in Richtung Nürnberg, während mit Publikumsliebling und Gaudi-König Erich „Rick“ Goldmann ein ganz besonderer Verteidiger nach Abschluss seines Studiums seinen Abschied verkündete, um hauptberuflich fortan in München in der eigenen Praxis zu arbeiten. Der zuletzt verletzungsgeplagte Kapitän Mark Greig nahm nach Saisonede Abschied vom aktiven Profisport und der Dauerverletzte Martin Knold erwischte es noch dicker und musste nach erneuter Verletzung ebenfalls in den Hockeyruhestand gehen. Zuvor erreichte die Iserlohner die Hiobsbotschaft, dass Coach Geoff Ward trotz laufendem Vertrag als Coach des AHL-Teams der Edmonton Oilers wechseln würde. Diese ließ er dann aber auch sitzen und heuerte stattdessen als Co-Trainer bei den New York Islanders an. Die Absage von Stürmer Jason King, der den Vertrag mit den Roosters gar nicht erst antrat, um stattdessen bei Stanley Cup Sieger Anaheim Ducks anzuheuern, war dann die letzte in einer Reihe schlechter Nachrichten.

Doch was dann folgte und derzeit andauert ist die womöglich erfolgreichste Saison der Iserlohn Roosters überhaupt. Torhüter Norm Maracle erwies sich trotz oder gerade wegen seines erhöhten Wohlfühlgewichts als Glücksgriff und Turm in der Schlacht. Vor ihm gab der Markt zwar leider keine Klasse-Verteidiger mehr her, aber dafür glänzen die Roosters im Sturm. Kapitän Robert Hock spielt seine punktbeste Profisaison und verlängerte um weitere zwei Jahre. Seinen Anteil an diesem Erfolg hat auch Sturmpartner Michael Wolf, der bei der Eishockey-WM überraschend als Topscorer der Deutschen in Erscheinung trat und diese Saison von Beginn an als Toptorjäger der Liga (!) in Erscheinung tritt. Mit 34 Toren in bisher 34 Spielen ist er auf bestem Wege die Bestmarken für deutsche Akteuere (Didi Hegen, 40 Tore) und vielleicht auch einen neuen DEL-Rekord (Sergei Berezin, 50 Tore) zu knacken. Das hielt ihn aber nicht davon ab, obwohl von jedem anderen DEL-Klub umworben, ebenfalls um weitere zwei Jahre zu verlängern. Auf Platz 5 fühlen sich die Roosters pudelwohl und mit 10 Punkten Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Platz ist das Saisonziel zum greifen nah. Allein eine erneute Verletzungsmisere kann die letzten 22 Spiele noch spannender gestalten, als sich das die zahlreichen Fans des Underdogs aus dem Sauerland wünschen.

Job

Kurz gefasst kann ich sagen, dass ich dieses Jahr wieder unheimlich viel gelernt habe und das Einarbeiten in neue Themen und Auffrischen von etwas angerostetem Wissen ist jedes Mal aufs Neue einen unheimlich spannende und motivierende Sache für mich. Dafür habe ich vermehrt auch Arbeiotswochen mit sechs und sieben Tagen in Kauf genommen und Arbeitstage im Büro, die mitunter auch erst nach Mitternacht endeten.

In der Entwicklung setze ich nun nach Jahren der Java-Monokultur wieder vermehrt PHP, vor allem dadurch begünstigt, dass ich viel mit dem Open Source CMS Drupal arbeite, welches in PHP geschrieben ist. Zudem bin ich wieder vermehrt mit der Thematik der Administration von Internet-Servern mit Linux betraut. Besonderes Augenmerk liegt bei mir auf Sicherheit und besonders im Bereich Mail habe ich viel getestet und probiert. Dadurch hat sich die Effizienz unseres Anti-Spam-Systems deutlich und zur vollen Zufriedenheit auch unserer Kunden entwickelt.

Mehr und mehr beschäftige ich mich auch wieder mit Webdesign, vom Screendesign bis hin zur Umsetzung in CSS und XHTML, sowie der Templateerstellung für Drupal und WordPress. Neben der Umsetzung aktueller Standards sind Usability, Suchmaschinenoptimierung, Marketing und Werbung vermehrt Begriffe, die meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Und sonst?

Gesundheitlich war das Jahr nicht ganz so langweilig wie die letzten. Ich gehöre ja zu den Menschen die äußerst selten einmal krank sind. Naja, zumindest war das lange Zeit so. Im März bin ich im Suff auf einer Treppe ausgerutscht, landete mit dem linken Ellenbogen auf einer Treppenkante und habe mir dabei einen Schleimbeutel zerrissen. Lauter viel Blut und einiges anderes sickerte so in das Gewebe meines Arms und bildete eine dicke wabbelnde Beule mit hartem Kern am Ellebogen und einen Bluterguss (teils aufgrund der Blutmenge mit spurbarer Verhärtung) der beinahe den ganzen Arm einnahm.

Dann hatte ich seit Herbst / Winter immer wieder mit Erkältungen zu tun. Mit kleinen Unterbrechungen begleiten sie mich nun schon den ganzen Dezember lang. Über die Weihnachtsfeiertage und Jahreswende lasse ich es ruhiger angehen und hoffe dann endlich wieder Land zu sehen.

Meine Kopfschmerzen hatten zwischendurch im Jahr ihre Hochs. Von einer Minute auf die nächste scheint mir dann der Schädel wegzufliegen. Manchmal erwischt es mich ganz klassisch am Wochenende, aber auch während der Arbeit und in der raren Freizeit. Zum Jahresende lief es diesbezüglich ganz gut, lediglich an einem Tag ging es mir mies. So kann es ruhig weitergehen.

Ein vorsichtiger Blick auf das Jahr 2008

In den Mix aus PHP und Java möchte ich auch noch Ruby einbringen. Kürzlich erst erblickte das Web-Framework Ruby on Rails in Version 2.0 das Licht der Welt und da werde ich mich wohl mit brandneuer Fachliteratur eindecken und einfach mal anhand eines ersten Projekts an die Arbeit machen.

Etwas ruhigere Zeiten erhoffe ich mir im Arbeitsalltag durch mehr Organisation und Routine. Die Umstellungen in 2007 sind vollzogen, die Abläufe haben sich eingespielt und das sollte die Koordination von Projekten und deren Planung deutlich vereinfachen.

Drupal wird einen weiter steigenden Anteil meiner Zeit in Anspruch nehmen, da hier einfach noch reichlich Projekte in frühen Umsetzungsphasen stecken und andere sich bereits mit Aufträgen „angedroht“ haben. Vorsichtig werde ich dabei auch Drupal 6 beäugen, für das es zur Zeit noch kein CCK gibt, weshalb ich da erstmal auch nicht viel mit anfangen kann. Da der erste Release Candidate von Drupal 6 aber gerade erschienen ist, sollte es auch hier in nächster Zeit Fortschritte geben.

Auch beruflich bedingt werde ich mich nochmal so richtig mit Social Networks beschäftigen müssen, teils weil es gilt Communitys aufzubauen, teils auch aus Aspekten des Marketings und der Anwendungsentwicklung. Der ganze Hype hat mich noch immer nicht erreicht und erste Schnupperstunden in Facebook haben mich nicht im geringsten beeindruckt.

Noch immer steht ein Apple Mac auf meinem Wunschzettel. Mein Dell Notebook ist nun schon etwas in die Jahre gekommen und hat just noch eine Ausfallerscheinung im Display hinzubekommen (eine Pixel-Spalte hat immer vollen Rotanteil). Aber wer wie ich kein Lotto spielt, kann auch nicht im Lotto gewinnen. Warten wir mal ab, was Steve Jobs in Kürze an neuen Modellen präsentieren wird. Schön jedenfalls, dass nach all dem Ärger in der Community über Max OS 10.5 und das fehlende Java 6 nun die erste Beta von Java 6 von Apple erschienen ist.

Den Lottogewinn könnte ich auch gebrauchen um meine Zylinderkopfdichtung machen zu lassen. Aber noch immer drückt das Öl nur leicht und ohne merklichen Verlust (beobachtet über den Ölstand der letzten Monate) nach außen. Also schiebe ich die vernaschlagten €450 wohl noch eine Weile vor mir her. Mein Bruder meinte letztens er habe beschlossen mich bei irgendeiner Abart von „Wer wird Millionär?“ anmelden zu wollen. Irgendwas für Singles, wo die man mit einer Partnerin zu sammen raten muss… Ich würde lieber alleine dort sitzen und wäre heilfroh über die €32.000 – danach könnte ich mit den übrigen 3 Jokern noch schön zocken ;)