Auf DVD: Red Eye

DVD Cover: Red EyeDas Plakat und der Trailer zu „Red Eye“ waren mir bereits aufgefallen, als ich mir im Kino „Verflucht“ ansah. Beide Filme stammen von Horror-Kult-Regisseur Wes Craven und entstanden kurz hintereinander. „Verflucht“, ein Werwolf-Film mit Christina Ricci und Joshua Jackson, floppte damals an den Kinokassen, weil er einfach eher unterdurchschnittliche Genrekost bot.

Damals hatte ich die Hoffnung, dass Craven sich mit „Red Eye“ wieder fangen würde, allerdings merkte ich dann beim Film, dass ich von völlig falschen Grundannahmen ausgegangen war. Zunächst einmal dachte ich, es handle sich bei „Red Eye“ ebenfalls um einen Horror-Film. In meiner Phantasie reiste ein Dämon in Menschengestalt in einem Flugzeug und sammelte die Seelen der Opfer ein, gewissermaßen ein „Ghost Ship“ hoch in den Lüften. Mir war der Begriff Red Eye Flight, dem der Filmtitel entlehnt ist nicht bekannt, ehe ich ihn nach dem Anschauen der DVD im Netz nachschlug. Als Red Eye Flight bezeichnet man in Nordamerika Flüge, die zwischen 1 und 4 Uhr starten, da die Passagiere oft mit geröteten Augen wieder von Bord gehen.

Um es kurz zu machen: Wes Craven unternahm mit diesem Film einen seiner seltenen Ausflüge heraus aus dem Horror- und hinein ins Thriller-Genre. Während eines Fluges wird Hotel-Managerin Lisa Reisert (Rachel McAdams) vom Terroristen Jackson Ripner (Cillian Murphy) gezwungen Umbuchungen bei der Hotelreservierung eines Politikers vorzunehmen, damit auf diesen ein Attentat verübt werden kann.

Passenderweise hatte ich Rachel McAdams dieses Wochenende erst in „Die Hochzeitscrasher“ mit Owen Wilson gesehen, wo sie mir als ausnehmend attraktive und ausdrucksstarke Schauspielerin auffiel. Cillian Murphy hingegen hatte ich zuletzt in „Sunshine“ und zuvor in „Batman Begins„, „Unterwegs nach Cold Mountain“ und „28 Days Later“ gesehen.

Rachel McAdams und Cillian Murphy im Flugzeug

Beide Schauspieler sind in ihren Rollen absolut überzeugend und bis Jackson während des Flugs sein wahres Gesicht zeigt, ist der Film auch bestens gelungen. Was dann folgt ist leider eine recht konstruiert wirkende Geschichte, die zu guter Letzt in einer Verfolgungsjagd endet, in der der ausgetrickste Terrorist sich an der Person rächen will, die ihm seinen Auftrag vermiest hat.

Rachel McAdams im Flugzeug

Der Film ist kein schlechter Thriller und lohnt durchaus das Geld, aber ein Highlight ist er wegen der Schwächen in der Geschichte nicht. Wes Craven hätte hier viel mehr raus machen können (z.B. einen Horror-Film ;) ). Die Leistungen von Rachel McAdams und Cillian Murphy reißen die Kohlen aber größtenteils aus dem Feuer. Ein Film, in dem nur wenige Szenen nicht eine so ausnehmend hübsche Frau zeigen, kann gar nicht wirklich schlecht sein.. ;)