Bald im Kino: Comeback für Rambo – Jaja, lacht nur!

Derzeit laufen meine Planungen auf Hochtour anlässliche meines 30. Geburtstages Reißaus zu nehmen und Verwandtschaft und Freunden keine Angriffsfläche für doofe Ideen zu bieten. Ich habe mir nie etwas aus meinen Geburtstagen gemacht und von Zahlensymbolik halte ich auch nüscht. Nun bekomme ich Schützenhilfe aus unerwarteter Richtung, läuft doch tags zuvor, am 25. Januar, Rambo im Kino an.

„Rambo? War das nicht…?“, höre ich euch denken. Ja, war er! Der Vietnam-Veteran der höchst sehenswert doofe Kleinstadt-Cops aufgemischt hat, sich dann aufschwang Minderheitenkino via Damen-Kette und Stirnband zu produzieren und schlussendlich Osama den Gefallen tat, dessen damalige Gegenspieler unter dem Vorwand einer Rettungsaktion für seinen ehem. Militär-Ausbilder mit dem Tod durch Panzer-Stich zu bestrafen (und den Zuschauer zuvor mit dem Tod durch dumme Sprüche).

Nach Rocky schiebt Sly Stallone nun also auch Rambo zum Aufwärmen in die Mikrowelle. Da ist kollektiver Kino-Trauertag angesagt. Dem Trailer zufolge ist das schicke Rambo-Messer (Crocodile Dundee hätte es als Zahnstocher benutzt) wohl verrostet und Rambo muss sich sein eigenes schnitzen. Eigentlich aber reicht es völlig, seine Widersacher direkt anzuschauen und sie mit dem Anblick seiner Todesfalten in Angst und Schrecken zu versetzen. Mir hat der Anblick des Trailers jedenfalls gereicht. Ich bin entsetzt bis kurz vor dem Herzkasper und hoffe, dass nicht noch mehr Alt-Stars solch blöde Einfälle haben werden!

Ich würde an dieser Stelle noch über Kandidaten philosophieren, aber die sind entweder schon tot (Charles Bronson), haben sich rechtzeitig hinter die Kamera begeben und bleiben dort (Clint Eastwood), oder aber würden umgehend meinem Leben mit einem Roundhouse-Kick oder reiner Willenskraft ein Ende bereiten (Chuck Norris).