BlogBridge adé, Google Reader olé!

Ziemlich genau vor zwei Jahren bloggte ich über Blogbridge, einen Newsfeed Reader für Windows / Linux / MaxOS X. Nach einigen Zwischenversionen war es vor einigen Wochen soweit und Version 6.0 erblickte das Licht der Welt. Das war der Anfang vom Ende für Blogbridge auf meinen Rechnern. Nach Deinstallation der alten Version und Installation der Version 6.0 gab es sowohl auf meinem Notebook als auch auf der Arbeit (beides Windows XP) das Problem, dass Blogbridge nach dem Start gar nichts mehr anzeigte. Meine Kategorien waren weg und mit ihnen alle darin einsortierten  Feeds.

Da Blogbridge im Hintergrund stets Backups und ich zusätzlich auch den Blogbridge Synchronisations-Service nutzte, konnte ich meine Abos immer recht schnell wiederherstellen. Aber auf Dauer war das natürlich kein Zustand. Da eine Lösung nicht in Sicht war, musste eine Alternative her, denn händisch rund 130 Seiten mehrmals täglich abzugrasen ist einfach nicht praktikabel. Es begab sich zu dieser Zeit, dass mir in meinem Google Account der Punkt „Google Reader“ auffiel. Wie lange stand er da schon und wurde von mir ignoriert? Ich weiß es nicht.

Jedenfalls war das DIE Lösung. Der Google Reader ist nichts weiter als ein persönlicher über den Browser bedienbarer Newsfeed-Reader. Ich musste nichts weiter tun, als das OPML-File von Blogbridge zu importieren (man kann es manuell exportieren, oder im Notfall auch eine der automatischen Sicherungsdateien von BB verwenden) und in Sekundenschnelle waren alle meine Kategorien mit ihren Newsfeeds wieder unter meiner Kontrolle. Seit diesem Tag vor zwei oder drei Wochen hat Blogbridge bei mir ausgedient. Jaja, man will der Datenkrake Google nicht mehr persönliche Gewohnheiten als unbedingt nötig in den Rachen werfen, aber der Google Reader löst für mich noch ein weiteres Problem: Die Synchronisation bei Blogbridge ist auf zwei Läufe pro Tag begrenzt und es ist verdammt nervig abends daheim nochmal die News als gelesen zu markieren, die man auf der Arbeit schon abgehakt hatte. Als Online-Anwendung hat der Google Reader mit dererlei Problemen naturgemäß nicht zu kämpfen.

Man kann ja viel über die Google Jungs unken, muss aber auch neidlos eingestehen, dass sie mit einer Vielzahl ihrer Anwendungen genau richtig liegen.

Kommentare (7)

  1. Oh cool, Danke! Muss ich mal ausprobieren!

    Netvibes kannte ich bisher nur als UserAgent in meinen Stats. Nun weiß ich mal wer / was dahinter steckt. :D

  2. Oh Gott.. da muss ich mal die ölfunddrölfzig Module für Netvibes durchwühlen und antesten, ob das was ähnliches wie der Google Reader dabei ist. Ich kann ja nun schlecht meine 130 Newsfeeds jeweils als ein Modul auf ne Seite klatschen. Da wird das News finden und lesen ja zur Lebensaufgabe…

    Aber schonmal sympathisch, dass es ein europäisches Projekt ist und auch die paar Infos, die Wikipedia zum Geldgeber ausspuckt lesen sich recht sympathisch.

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