CD: Yeah Yeah Yeahs – Is Is (EP)

Seitdem die Yeah Yeah Yeahs im Jahr 2004 mit ihrem Auftritt bei den MTV Awards mit ihrer Performance zu „Maps“ auf meinem Radar auftauchten, gehören sie zu meinen Lieblingsbands. Karen Os unverkennbare Stimme, Nick Zinners ganz eigener Gitarrensound und Brian Chases treibende Drums ergeben zusammen einen einzigartigen unverfälschten Rocksound. Auf ihrem zweiten Album „Fever To Tell“ ging es zuweilen auch mal etwas ruhiger und melodiöser zu, als auf dem Debüt-Longplayer, ganz ungewohnt auch mit Akustik-Gitarre, die – wie ich erst gestern bemerkte – auch zu sehr interessanten Variationen führen kann, wie sie in einer Akustik-Session für AOL bewiesen.

Als ich gestern Abend mehr oder weniger zufällig daran dachte mal nach Tourdates zu schauen (immerhin ist es schon wieder ein Jahr her, dass ich sie live in Köln sah), wurde ich von der Werbung für eine neue EP begrüßt, die am 24. Juli 2007 erscheinen sollte: „Is Is“. iTunes-geschädigt wie ich bin, habe ich direkt nachgeschaut, obs das gute Stück schon bei Apple im Laden gibt und war hocherfreut, Glück zu haben!

Yeah Yeah Yeahs - Is Is - EP

Ich war gespannt, wohin die Reise mich führen würde. Das letzte Album ist zwar klasse, aber mal wieder mehr Bumms auf die Ohren habe ich mir schon gewünscht. Und hier die Tracks der EP im einzelnen:

  1. Rockers to Swallow
    Beim ersten Hören ließ mich der Song böses ahnen. Eine verzerrt-verhallte Karen O – das hatte ich so bisher auf keiner Scheibe gehört und war mir irgendwie nichts. Beim ersten Eindruck wirkte der Song zu abgezirkelt, nicht genug aus dem Bauch heraus, nicht genug mit dem Arsch.
  2. Down Boy
    „Ohje, nun auch noch ne ruhige Nummer!“, so dachte ich nach der ersten halben Minute. Doch keine 15 Sekunden später nimmt der Song Fahrt auf. Karen O klingt wieder wie Karen O und dann wird auch Nick wieder er selbst, ehe es erstmal wieder ruhiger wird. So geht es hin und her, begleitet von der Orgel und Brian, der den Sound der YYYs zusammenhält wie Patex.
  3. Kiss, Kiss
    Da fängt es an wieder ganz nach den alten EPs zu klingen! Von Beginn an ist mehr Tempo in der Nummer und nach dem Intro liefert Nick die Vorlage für Karens Refrains. Eine super eingängige Nummer, bei der man direkt mitnickt und den Arsch bewegt und die sich YYY-typisch reinsteigert, während Karen und Nick sich abwechseln und Brian die zwei langjährigen Weggefährten antreibt.
  4. Isis
    Isis kommt zunächst scheinbar ruhig daher. Brian beginnt mit einfachem festen Rhythmus, Nick steigt mit klarem hellen Spiel ein und verleiht im Anschluss Stimme. Eine längere Nummer der YYYs (4:00) die nicht sehr schnell, aber eingängig ist und die sich durch Brians Drums in einen reintreibt, bis auch Nick und Karen fordernder werden.
  5. 10 x 10
    „10 x 10, 3 x 3 was the house that buried me. Did I really drown?“
    Karen beginnt mit einer schönen Melodie um den Hintergrund zu schaffen auf dem Nicks und Brians Einsatz den Kontrast bilden. Alle drei verbinden sich zu einem klasse Stück mit gutem Beat und Dynamik. In Gedanken bange ich mal in Reihe zwei, oder luftgitarre und mosche auf der nicht zu vollen Tanzfläche.

Fazit:
Diese EP hätte ich mir letzte Freitag Nacht gegen 3 Uhr auf der Hochzeitsfeier in Düsseldorf gewünscht. Ein perfekter Tag wäre nochmals gekrönt worden!