Internet-Nutzer haben weder Anstand noch Pietät

nikki-catsourasAm Halloween-Abend 2006 verstarb die 18jährige Nikki Catsouras in einem tragischen Autounfall in Orange County (Kalifornien, USA). Zurück blieben ihre Eltern und ihre drei jüngeren Schwestern in tiefer Trauer, doch diese sollte sich bald in schiere Wut verwandeln.

Vermutlich durch einen noch nicht bekannten Mitarbeiter der Polizei gelangten Fotos des Unfalls und der dabei verstorbenen Nikki an die öffentlichkeit und fanden ihren Weg in das Internet. Bilder der an schweren Schädelverletzungen verstorbenen jungen Frau, sog. Mug-Shots, sind derzeit auf hunderten von Websites zu finden. Damit nicht genug haben besonders kranke Internet-Benutzer diese Fotos den Eltern per E-Mail zugeschickt, die 19jährige Cousine Zoe bekam sogar ein Foto auf ihr Handy geschickt.

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Der verunfallte Wagen in dem Nikki Catsouras starb.

Die Leiden der Angehörigen scheinen kein Ende zu nehmen. Beim Anblick der Fotos im Internet erlitt ein 12jähriges Nachbarkind einen Schock und befindet sich seitdem in psychologischer Betreuung und die 15jährige Schwester musste von der Schule genommen werden. Zu groß ist ihre Angst den Spind zu öffnen und Fotos ihrer verunglückten toten Schwester aufzufinden.

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Ein Familien-Foto aus besseren Tagen.

„Wir fangen gerade erst an uns mit ihrem Tod auseinanderzusetzen und nun das“, so ihr Vater Christos. „Die Leute sind krank.“ Konsequenterweise hat sich die ganze Familie bis auf weiteres ein Internet-Verbot auferlegt um sich selbst zu schätzen.

Solltet ihr, liebe Leute, irgendwo im Netz auf solche Bilder stoßen, wendet euch bitte direkt an den Verantwortlichen mit der Bitte diese zu löschen.

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Kommentare (13)

  1. Ich kenne diese Familie,sie sind sehr fest und lieb zueinander,leider beherrschte die Tochter nicht den sonst nie gefahrenen Porsche.Sie hatte nicht getrunken, auch war ihr dieses Auto verboten gewesen.Was hier passiert mit den Bildern zeigt die Krankheit der Gesellschaft nach Vietnam und dem Irak. Aufmerksamkeit suchen Gier nach Schmerz der anderen, weil es damit vom eigenem geistigen Schmerz ablenkt.Ich finde dieses richtig, dass gegen diese Verursacher der Freigabe der Fotos und damit brutales Stalking, ein Gerichtsverfahren läuft.

  2. Weißt du vielleicht auch wann dort mit einer Entscheidung zu rechnen ist?

    Hierzulande bekam man von dem Fall ja im Grunde nichts mit. Ich habe seinerzeit aber an den Statistiken für diese Website gesehen, wieviele über den Suchbegriff „Nikki Catsouras“ aus den USA hier gelandet sind. Dort ist es wohl ein ungleich größeres Thema gewesen.

  3. Sobald ich aus Los Angeles von der Familie höre, kann ich was schreiben.

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  7. mein beileit ich kann sie follig ferstehen ich bin auch 19 und hatte auch mall ein unfall ich kamm zum glück gut weg bin fro das ich am leben bin ich kann sie gut ferstehen wie sie sich füllen warscheinlich genauso wie ich den ich hatte meine freundin mit und blos weil ein besofener mir ins auto gegnalt ist muste meine freundin ihr leben lasen also kann ich sie gut ferstehen

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  9. Das Internet erscheint als rechtsfreier Raum.
    Und er ist es auch.
    Und vielleicht ist das gut so.

    Jedem das seine.

  10. Menschenverachtend.
    Das Internet ist eben KEIN rechtsfreier Raum.
    Ich kann obiges Posting nur als zynische Ironie verstehen.
    Es muss dringend ein internationales Abkommen „her“.
    Dann ist diesen spießbürgerlichen Halunken das Handwerk
    zu leben, so die Hoffnung.
    Meine Abscheu diesen Leuten.
    Mein aufrichtiges Beileid den Hinterbliebenen.

  11. lol die bilder sind überall und warum soll man sie löschen wenn sich doch die familie löschen könnte? aber sie machts ja net.

  12. Hi Leute.

    Bin heute zufällig auf den Namen von Nikki gestoßen als ich mir bei Google.de Ausschnitte von Autorennen an gesehen habe, bei denen es um Auto crashs geht. Ich bin schockiert. Menschen die solche bilder weiter geben sind anstands los. Hoffe für die Familie das diese Leute verurteilt werden.

    So etwas geht ganz und gar nicht.

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