Hubble kartographiert die Dunkle Materie

Wie die BBC berichtet, hat das Weltraumteleskop Hubble eine dreidimensionale Karte von der Verteilung der Dunklen Materie im Universum angefertigt. Dunkle Materie selbst reflektiert kein Licht und sendet auch keines aus. Damit entzieht sie sich eine direkten Beobachtung. Allerdings kann man ihren Einfluss und damit ihre Verteilung indirekt ber ihren gravitativen Einfluss auf andere normale Materie messen.

Aktuell wird angenommen, dass das Universum zu rund 23 Prozent aus Dunkler Materie besteht. 73 Prozent entfallen auf die noch nicht direkt nachgewiesene Dunkle Energie und 4 Prozent auf die normale Materie.

Beinahe 1000 Stunden lang hat Hubble den Himmel fr die aktuelle Untersuchung kartographiert, dabei nahm das Teleskop rund eine halbe Milliarde entfernter Galaxien ins Visier. Auf dem Weg zu uns durchquerte das Licht der Galaxien auch die Dunkle Materie und wurde durch dessen Gravitation leicht abgelenkt. So bekommen wir nur eine verzerrte Ansicht der Wirklichkeit zu sehen. Die Berechnungen der Ablenkungen liefern indirekte Daten zur Dunklen Materie und durch die berlagerung der Hubble-Daten mit erdgesttzten Aufnahmen konnte man eine dreidimensionale Struktur berechnen.

Wie man bereits erwartet hatte ergeben die Auswertungen, dass sich Galaxienhaufen inmitten von Ansammlungen von Dunkler Materie befinden. Diese Ansammlungen sind ber Brcken, sog. Filamente, miteinander verbunden und bilden damit ein unsichtbares loses Netzwerk. Der untersuchte Bereich ist zwar nur ein Bruchteil des gesamten Himmels (2 von 40.000 Quadratgrad), sind aber auch lediglich der Anfang.