Im Kino: Syriana

Nach einigen Wochen der Kino-Abstinenz war es mal wieder an der Zeit. Um dem Kölner Karneval zu entfliehen, bot sich Sushi als Vorspeise und Kino als Hauptgang an. Meine Wahl fiel diesmal auf etwas anspruchsvolleres.

„Syrania“ ist ein Thriller, zu dem mir ad hoc kein Pendant einfallen möchte. Grob gesagt geht es um die Machenschaften rund ums Erdöl. Dabei erzählt der Film lose zusammenhängend aus unterschiedlichen Perspektiven. Da wäre CIA Agent Barnes (George Clooney) der als Nahost-Experte im im nicht ungefährlichen Einsatz ist, da wäre ein Anlageberater (Matt Damon) der nach tragischem Verlust zum Beinahe-Finanz-Minister wird, da wären die Führungen zweier Öl-Multis in ihren Fusionsbemühungen samt ihren problemen mit der Aufsichtsbehörde und den eigenen Anwälten, da wären eben diese Anwälte, da wären geschiterte pakistanische Emigranten auf dem Weg radikal-muslimische Märtyrer zu werden, da wären die Söhne eines abdankenden Staatsoberhauptes und und und

Dieses Sammelsurium aus Handlungssträngen muss der Zuschauer aufmerksam beobachten, mitdenken und verstehen, damit ihm der Film nicht entgleitet. Andernfalls gibts am Ende nur Fragezeichen. Inhaltlich ist der Film jedenfalls ungewöhnlich kritisch und umfassend darstellend in den unterschiedlichen Perspektiven, die beleuchtet werden. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen gewisse Entwicklungen im Bereich der Politik und Wirtschaft besser einzusortieren. Jedenfalls regt der Film extrem zum Nachdenken an.

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