Im Kino: Ring 2

Was mir im Film bereits positiv auffiel war, dass man sich nicht lange mit Vorgeplänkel und Einführung beschäftigt hat. Das bedeutet, dass es nur dann wirklich Sinn macht, sich den Film zu geben, wenn man den ersten Teil auch gesehen hat. Andernfalls versteht man vieles einfach gar nicht, kennt die Morgans und ihr Schicksal nicht, versteht das mit dem Brunnen nicht und und und. Wie so häufig bei zweiten Teilen, gibt es hier mehr Story und weniger Schock-Effekte. Für Zartbesaitete ist der Film aber dennoch nichts. Der Regisseur (der ja auch schon die drei japanischen Originalteile gedreht hatte) versteht es prima selbst Genre-Kenner zu schocken. Die Timings in den japanischen Filmen sind ebenso ungewohnt wie wohltuend. Gleiches gilt auch für die Story an sich, bis hinein in viele Details. In vielen Punkten merkt man den Filmen einfach an, dass die Drehbuchautoren frei von unseren Einflüssen aus christlicher Mythik und Literatur sind, bzw. diese ganz anders auffassen. Alles ist ziemlich quer gedacht.

Samara jendenfalls verfolgt ihre einstige Seelen-Retterin. Diesmal hat sie es auf ihren Sohn Ayden abgesehen – sie möchte eine Mama. Leider hat die gute Samara ein paar Probleme. Die Tatsache, dass sie schon lange tot ist, ist nur eines davon.. ;-)

Der Film ist in jedem Fall unbedingt sehenswert, wenn man denn den ersten Teil kennt. Schon jetzt freue ich mich auf Teil 3 – und das soll was heißen! Immerhin hatten mich Matrix und die „neuen“ Star Wars Episoden schon frühzeitig abgeturnt.

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