Im Kino: Reine Chefsache

Der Film ist eine humoristische Kritik der New Economy, ihrer Hire-and-Fire-Mentalität und der Fokussierung auf Aktienkurse, statt echter Werte und Inhalte seitend Dienstleistungen und Produkte. Durchweg überzeugen die drei Hauptdarsteller in ihren Rollen: Dennis Quaid als alter Hase, der plötzlich von der Moderne überrolt zu werden scheint; Newcomer Topher Grace als junger karrieregeiler Schnösel und Sternchen Scarlett Johannson als Tochter und Freundin. Da ich „Lost in translation“ noch nicht kenne, war dies meine erste Gelegenheit Scarlett in Augenschein zu nehmen und mir ein Bild von ihr zu machen und ich bin schon schwer beeindruckt – sehr zum Missfallen meiner Freundin :D

Der Film bescherte uns einen entspannten Abend mit einigen Lachern, die aber nicht über den ernsten Hintergrund hinwegtäuschen sollen. Bei mir ist die Kritik jedenfalls angekommen. Mir selbst ist schon seit langem ein Dorn im Auge, dass immermehr Firmen auf Druck der Aktiengurus gezwungen sind tolle Bilanzen vorzuweisen und dadurch die Firmen selbst zu einer austauschbaren Ware verkommen – sehr zum Nachteil für das jeweilige Personal und deren Produkten.