JFormDesigner

Hat man damit erstmal in einer Entwickungsumgebung angefangen, ist die Umstellung vorhandener Projekte auf eine andere IDE mitunter recht kompliziert. Der JBuilder kann keine Form-Dateien von Netbeans verwenden und umgekehrt kann Netbeans aus den Sourcen des JBuilders keine Forms erzeugen. Eclipse fllt hier zunchst raus, da es von Haus aus keine Mglichkeit bietet GUIs zu designen, dies muss ber die Installation zustzlicher Module (Plugins) gemacht werden. Aus dem gleichen Grund fallen auch IDEA und JEdit raus. Im Laufe der Zeit stellt sich beim JBuilder aber ein Zustand ein, in dem er auch er aus dem Code heraus nicht mehr die notwendigen Infos herauszuehen kann um das GUI im Designer anzuzeigen, so das man es weiter editieren kann. Von da an kann man nur noch von Hand im Code rumfrickeln. Alles in allem eine unbefriedigende Situation.

Dann kam ich letztens mehr durch Zufall auf den JFormDesigner. Es handelt sich dabei derzeit (Version 1.0) um eine eigenstndige Anwendung, in der man ganz einfach und intuitiv grafische Oberflchen fr Java designen kann. Die Anwendung ist sehr schnell und bietet viel visuelles Feedback, eine Mglichkeit die Forms zu testen und untersttzt von Haus aus auch einige alternative Open Source Komponenten (Themes (JGoodies), LayoutManager (TableLayout), andere Swing-Komponenten (JGoodies), …).

Von Haus aus speichert der JFormDesigner die erstellten Designs in einem eigenen XML-Format ab, beherrscht aber auch den Export als Java-Code. Die XML-Datei lsst sich mit wenigen Zeilen Code in einer Java-Anwendung einbinden und erzeugt daraus wieder das erstellte User Interface – dabei bleibt die Mglichkeit erhalten auf jede einzelne verwendete Komponente zuzugreifen und zur Laufzeit zu ndern. Durch die Verndung dieser XML-Dateien in seinen eigenen Projekten ist sichergestellt, dass diese auch weiterhin editierbar bleiben, denn man ndert sie ja lediglich im JFormDesigner. Eine solche Datei kann als Quasi-Vorlage genutzt werden; mehrere gleich aufgebaute Dialoge knnen so auf nur einem Design basieren, abweichende Texte beispielsweise kann man zur Laufzeit ndern.

Alles in allem berzeugen mich die so gewonnenen Mglichkeiten. Ich kann fr ein neues Projekt schnell fr Top-Down-Programmierung die Dialoge zurechtklicken und diese dann als Diskussionsgrundlage fr weitere Spezifikations-Details nutzen. Dieselben Dialoge verwende ich dann in meinem Projekt und kann sie jederzeit abndern, ganz egal was ich im eigentlichen Java-Quellcode so anstelle. Das Designen selbst geht wesentlich schneller und unkomplizierter von der Hand als im JBuilder, von dem ich bisher annahm er habe den besten GUI-Designer.

So kann ich nun endllich den Umstieg auf Eclipse vollziehen. Die 129 Euro zzgl. MwSt. sind eine gute Investition fr den JFormDesigner – ich muss sie nur noch meinem Chef schmackhaft machen ;)

Und sollte ich doch mal wieder die Entwicklungsumgebung wechseln bekomme ich keine Bauchschmerzen mehr wegen des GUI…

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