Die Liebe ist tot. Es lebe die Liebe!

Zum ersten Mal seit 16 Jahren gab es in diesem Jahr keine Loveparade in Berlin. Eine Stadt, die selbst ein Wahrzeichen f?r Freiheit, Einigkeit, und Br?derlichkeit ist, beraubt sich mit der Loveparade selbst um ein Wahrzeichen.Die

Loveparade war in den vergangenen Jahren f?r mich allj?hrlich der Aufh?nger unserer Hauptstadt einen Besuch abzustatten, dort zu tanken, zu trinken, zu essen, Eintritt und Taxen zu zahlen. Dieses Jahr w?re sogar ein Hotel drin gewesen, aber die Stadt entschied anders und konnte sich mit den Veranstaltern der Parade nicht ?ber finanzielle Modalit?ten einigen. Das die Parade der Stadt im Endeffekt mehr Geld einbringt, als es sie kostet, dazu gibt es hinreichend Studien und mithin Quellen im Netz.

Ich erinnere mich noch gut an meine erste Loveparade. Es waren ?ber 30 Grad und gesch?tzte 1.5 Millionen Raver waren dabei – wer auch immer die alle gez?hlt haben soll. Friedlich tanzten sich sich die Leute durch Berlins geschichtstr?chtiges Innenleben, ungeachtet ehemaliger Grenzen, wohlwissend, dass Grenzen nur im Kopf existieren. Nein, wir hatten alle Freude. Freude an der Musik, Freude am Tanz, Freude an den Mitmenschen, die einfach nur Freude ausstrahlten. Wie bei jeder meiner Paraden und anschlie?enden Clubbesuche, w?re ich auch diesmal ganz ohne Alkohol und Drogen bester Stimmung gewesen. Leider wurde mir diese Option in diesem Jahr genommen. Berlin kastrierte sich selbst.

7.500 Aufrechte um Gr?ndervater Dr. Motte heraum demonstrierten dennoch friedlich -? ganz wie in alten Zeiten. Vielleicht wird es n?chstes Jahr wieder eine neue alte Attraktion mehr?in Berlin geben. Vielleicht werden wir singen k?nnen „Auferstanden aus Ruinen…“.

]]>