Mayday 2004 Review

Es ist vollbracht! Zum dritten Mal in Folge habe ich ordentlich abgezappelt und das sch?nste ist – es wird von Jahr zur Jahr geiler!

Als wir ankamen lief noch Elektrochemie LK live. Naja, leider nix Neues, sondern nur die bekannten ollen Kamellen. Nicht ?bel, aber haut einen nicht mehr vom Hocker.

?


Unser erster DJ war dann Marco Bailey. Eine Premiere f?r mich und ich muss sagen, er war gar nicht ?bel. F?r meinen Geschmack war er nun nicht der Burner, aber hat uns gut eingestimmt und im Tandem mit seinem Percussion-Fritzen ist er unverwechselbar.

?


Darauf folgte Alexander Kowalski, der mich echt positiv ?berraschte. Ohne rechte Vorstellung, was mich erwarten w?rde, hat er echt 20 Minuten lang mit seinen stompin‘ beats alles gegeben -?und wir mit ihm. Da k?nnte man in Zukunft ?ber einen l?ngeren Turn nachdenken. Klasse gemacht, Namensvetter!

?


Japans Techno Export Nr. 1, Takkyu Ishino, zeigte uns dann, was im Land der aufgehenden Sonne geht. Nach einer Anfangsphase, die mir etwas lang vorkam, hat er dann auch mal richtig losgelegt. F?r unsere Ohren etwas gew?hnungsbed?rftig und mitunter nicht besonders gut tanzbar, was der kleine Mann da ablie?, aber so isser eben, der Takkyu, der Ishino. Leider gab er meinen Favorite „Chico’s Acid Experience“ nicht zum besten…

?


Tok Tok vs. Nena war dann in etwa das, was ich mir darunter vorgestellt hatte. Sophie O vs. Tok Tok ging mir schon immer auf den Keks, aber Tok Tok vs Nena war ein schlechter Scherz. Von den 20 Minuten gabs 10 Minuten mit Nena und f?r ein Playback h?tte man sich ihre Anreise aus dem nahen Hagen auch sparen k?nnen. Das coolste an dem Auftritt waren Westbams „Gesangs“einlagen zu „Oldschool Baby“, also nicht einmal ein Track von Tok Tok… Mit welcher Berechtigung man die Jahr f?r Jahr in Halle 1 bringt, bleibt mir auch dieses Mal ein R?tsel. Schade f?r uns, schade f?r Nena.

?


Gewohnte T?ne gabs dann wieder von Paul van Dyk. Eine Stunde lang in einem Tempo durch, ohne ?berraschungen und eicht berechnebar. Fazit: Gut durchtanzbar, aber irgendwie hab ich ihn wohl zu oft gesehen. Leichte Abnutzungserscheinungen machten sich bei mir bemerkbar. Vielleicht hat sich mein Geschmack auch einfach weiterentwickelt.

?


Bei den Members of Mayday waren wir was trinken. Die ganzen MoM-Hymnen live from tape muss ich mir nicht unbedingt geben, die habe ich auf CD ;-) Am Rande: Meine Ex konnte sich bis auf die B?hne vorarbeiten, aber gesehen hab ich sie nicht, weil da die Boxenburg zwischenstand.

?


Dave Clarke hinterlie? im Anschluss einen gemischten Geschmack. Anfangs absolut untanzbar, steigerte er sich im Verlauf des Sets und brachte es dann schlussendlich noch auf eine gute Note.

?


Die Hauptstadt-Dandys Lexy (der Arbeiter) und K-Paul (der Anheizer) hatten dann leider ein paar Probleme. Auf den Vinyls hatte wohl jemand die besten Stellen angekreuzt und zwischendurch fiel der Sound mehrmals kurz weg. Ob Fehlfunktion oder Fehlbedienung – ich wei? es nicht. Dennoch sind Lexy & K-Paul einfach nur geile S?ue, die ich immer wieder gerne sehe und h?re.

?


Mit Spannung erwarteten wir dann den Westbam, den X, den Maximilian. Da uns das nun nicht vom Hocker haute, sind wir zwischendurch mal was trinken gegangen. Definitiv war das Set im vergangenen Jahr um L?ngen besser. Diesmal gabs vor allem viel zeuchs aus dem letzten Jahr, vielleicht sin ihm die Ideen ausgegangen. Ne coole Sau isser nat?rlich trotzdem und Spa? hats auch gemacht. Vor allem tat er mir den Gefallen und brachte zwischendurch noch Africa Islams Intro aus dem vergangenen Jahr.

?


Zombie Nation: siehe Elektrochemie LK. Allerdings waren die h?rter und besser, aber da scheint man sich auch auf ollen Kamellen ausruhen zu m?ssen.

?


Und dann, um 4 Uhr, war es endlich soweit: Der Meister war dran! Eine Stunde lang heizte Schranz-Gott Chris Liebing uns kr?ftig ein. Der Typ ist jedes Mal aufs Neue der absolute Burner. W?hred wir alles gaben, am?sierten mich die erstaunten Gesichter ringsum. Die Halle war zwar voll, aber die erste Zeit wollte sich kaum einer bewegen. Keine Ahnung, ob man Liebing noch nie erlebt hatte, jedenfalls machten alle ganz gro?e Augen und Ohren, aber irgendwann konnte dann keiner mehr die F??e stillhalten – Liebing kriegt sie alle!


Nach Liebing konnte es dann nicht mehr besser werden und so entschieden wir uns den Heimweg anzutreten. Nein, am Ende waren wir noch l?ngst nicht. Bei keiner Mayday hatte ich wie bei dieser von Anfang bis Ende durchgetanzt und bei keiner gings mir am Ende so gut, aber man soll ja gehen, wenn es am sch?nsten ist und nachdem die ersten T?ne von Michel de Hey ert?nten war klar – noch so ne Stunde und wir kommen nie mehr zu den Autos!

Am Ende erfreuten wir uns alle bester Gesundheit und was ich bemerkenswert fand: Nach 4 Cola (0.33l) und 5 Wasser (0.4l) musste ich noch nicht einmal daheim vorm pennen gehen auf die Toilette. Interessant wieviel man so ausschwitzt.

Alles in allem, trotz der kritischen Anmerkungen, war es wieder eine schweinegeile Party mit lustigem Volk und geiler Mucke. Schwer empfehlenswert!

]]>