Eishockey WM unter Ausschluss der ffentlichkeit

Stell dir vor es ist Eishockey WM und keiner schaut zu – weil es nichts zu sehen gibt…

Wir schreiben das Jahr 2004 und alle deutschen Fernsehanstalten sind von Idioten besetzt. Alle Sendeanstalten? Nein, ein kleiner unbeeutender Sportsender namens DSF leistet lustlos Widerstand gegen andere Randsportarten…

Im Schnitt kommt das DSF auf nichtmal eine TV-bertragung pro Spieltag der Eishockey WM 2004 in Prag. Ein echt bemerkenswerter Schnitt, wo dich die Zeiten noch nicht lange her sind, als Eurosport so ziemlich alle noch so uninteressanten Partien bertrug und ARD und ZDF die Spiele der Deutschen Nationalmannschaft bertrugen. Dazu gabs auf Eurosport noch Zusammenfassungen aller Spiele und und und. Zwar fhrten die Kommentatoren immer zu starken Nackenschmerzen und Schleudetraumata, wegen kollektiven Kopfschttelns, aber das ist ein allgemeines Problem in der deutschen TV-Landschaft bezglich Eishockey.

Dieses Jahr gibts also im Groen und Ganzen eine ganze Runde gar nichts zu sehen und wer die Live-Partien verpasst, der ist frs Leben gestraft, denn Zusammenfassungen gibt es keine. Das ist ein Service, bei dem ich kotzen knnte und noch durch die Tatsache verschlimmert wird, dass die Jungs von Premiere, die sich von mir nochmal teuer extra bezahlen lassen, es seit Monaten nicht auf die Kette bekommen das Sportprogramm richtig abzudrucken. Selbst das Programm im Internet stimmt oft hinten und vorne nicht und wenn mal wieder ein Magazin mit Programmbersicht der brigen privaten und ffentlich-rechtlichen Sender kommt, dann klappt das auch genau gar nicht. Oder hat jemand gestern um 2015 Uhr auf RTL 2 „High Fidelity“ sehen knnen? Nein? Kein Wunder, der kam ja auch gar nicht… Und fr so ein Magazin will Premiere nochmal extra Kohle haben?

Die spinnen, die Fernsehsender…

Kommentare (2)

  1. Wenn man heute an Eishockey interessiert ist, wird es einem schnell bewusst, das Eishockey eine Randsportart geworden ist. Das hängt meiner Ansicht nach mit der Vermarktungspolitik des DEB zusammen. Irgendwie schaffen sie es zwar kurzfristig für die Liga mehr Kohle locker zu machen aber die ganze Aktion ist sehr kurzfristig und sinnfrei angelegt. Die Verantwortlichen in den großen Eishockeyzentren und beim Verband klopfen sich auf die Schultern und finden sich super toll, merken aber nicht, dass Sie zu den Totengräbern des Eishockeysportes geworden sind. Aus meinen Erfahrungen aus dem Nachwuchseishockey kann ich berichten, dass es schwer ist ein Kind von einer Sportart zu überzeugen die kaum in den Medien vertreten ist. Ist ja schon verständlich, – muss ja Platz sein für stundenlange Pokerpartien usw. sein… .

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