Buffalo DriveStation Combo4 – Von der schnellen Sorte

Beruflich bedingt sehe ich dauern die Früchte derer, die keine ordentliche Datensicherung betreiben. Das sollte eigentlich Ansporn genug sein es selbst besser zu machen. Nach meinem Umstieg auf den Mac im Mai diesen Jahres, habe ich mir nun noch etwas Zeit gelassen. Aber heute war es dann soweit und mit einem neuen Massenspeicher geht es nun rund.

Die letzten Jahre habe ich manuell extern auf eine USB 2.0 Festplatte gesichert. Mit 160 GB wurde sie selbst mir, der ich recht genügsam bin, zu klein. Mein iMac hat eine 320er Platte, da muss das Backup Laufwerk schon größer sein, um für den Fall der Fälle vorzusorgen.

Entscheidungsfindung
Anfangs hatte ich mit einer Netzwerklösung geliebäugelt, z.B. einem Buffalo LinkStation NAS Laufwerk. Interessant hierzu ist auch Frnak Helmschrotts Erfahrungsbericht zur Synology DiskStation 107+. Aber mein Notebook nutze ich kaum noch, womit mein iMac daheim der einzige Rechner ist, der noch regelmäßig läuft und gesichert werden muss. Zudem habe ich zur Not noch immer die olle 160er fürs Notebook über.

Also entschied ich mich erneut für ein direkt angeschlossenes Laufwerk, auch der Geschwindigkeit wegen. Da fände ich es nun doof Performance und einen der drei USB Anschlüsse zu verschwenden und so begab ich auf die Suche nach einer Lösung mit Firewire Anschluss. Da mein iMac neben einem Firewire 400 Anschluss auch einen 800er mitbringt, also zumindest theoretisch deutlich schneller als USB 2.0 (480 MBit pro Sekunde) ist, konnte ich die Suche noch weiter eingrenzen.

Übrig blieb ein Laufwerk aus der Buffalo DriveStation Combo4 Serie. Die Combo4 Modell verfügen, wie der Name bereits suggeriert, über vier Anschlussmöglichkeiten. Neben USB 2.0 gibt es einen FW 400, zweimal FW 800 und einen eSATA Anschluss. Damit bringt die Serie außer Serial SCSI alle derzeit verfügbaren direkten Anschlussmöglichkeiten mit. Da sich die Kritiken und Testberichte recht positiv anließen, habe ich zugeschlagen.

Buffalo DriveStation Combo4

Die Wahl fiel direkt auf die 1 TB Version. Vermutlich werde ich die im Leben nicht vollbekommen, denn ich sammle keine Videos oder DVD-Rips oder dergleichen. Bestenfalls einige alte VMWare Images und neure Parallels Images könnten hier für etwas Auslastung sorgen. Die Idee dahinter war, zum einen genug Platz für ein volles und inkrementelles Backup meines Mac zu haben und zum anderen auch Reservern für sonstige Daten, wie ich sie bisher auch extern untergebracht habe.

Lieferumfang

  • natürlich die 1 TB Platte in ihrem lüfterlosen Aluminium-Gehäuse
  • Netzteil mit Anschusskabel für hiesige und ich glaube US-amerikanische oder englische Steckdosen
  • Mini USB 2.0 Anschlusskabel
  • FireWire 400 Anschlusskabel
  • FireWire 800 Anschlusskabel
  • CD mit Memeo LifeAgent (Mac), Installationsprogramm (Windows), Memeo AutoBackup (Windows), Handbuch
  • Quick Start Guide
  • Quick Setup Guide

Ausstattung

  • 1 x Mini USB 2.0 Anschluss
  • 1 x FireWire 400 ( 6 Pin, IEEE 1394a ) Anschluss
  • 2 x FireWire 800 ( 9 Pin, IEEE 1394b ) Anschluss
  • 1 x eSATA Anschluss
  • 1 x Anschluss für das Netzteil
  • Ein-/Aus-Schalter an der Rückseite
  • Bettriebs-LED (blau) verdeckt hinter der Frontblende

Erster Eindruck und Inbetriebnahme
Das Gerät wirkt relativ schwer mit seinen 1,5 kg. Das Gehäuse besteht aus Aluminium mit rauher Oberfläche. Damit passt es ganz gut neben meinen Aluminium iMac. Netzteil und FW 800 Kabel sind schnell angesteckt und noch in derselben Sekunde meldet sich der Mac zu Wort und fragt mich, ob ich das neu erkannte Laufwerk für Backups mit Time Machine nutzen möchte.

Nää, ich will nicht! Erstmal partitionieren, das Ding. Unter den Dienstprogrammen findet man das Festplatten Dienstprogramm (das heißt wirklich so). Darin mal flugs das Laufwerk ausgewählt und neu partitioniert. Ganz salomonisch habe ich mich für eine 50:50 Zuordnung entschieden. Die zweite Partition habe ich wenig kreativ „Data“ genannt (nach dem Androiden aus Star Trek – The Next Generation), sie soll mir als allgemeine Ablage dienen. Die erste Partition habe ich „H.G. Wells“ benannt, er schrieb im Jahr 1895 den inzwischen mehrfach verfilmten SF-Roman The Time Machine (Die Zeitmaschine) – passend, wie ich finde.

Partitionierung mit dem Festplatten Dienstprogramm

Kaum hat man partioniert, fragt das System auch schon nach, ob es die Partitionen als Time Machine Sicherungslaufwerk benutzen darf. Für H.G. Wells bejahe ich – fertig ist die komplette Einstellug für das Backup. Einfacher und konstengünstiger geht es wohl kaum!

Geschwindigkeit
Time Machine legt dann irgendwann mal los. Beim ersten Durchlauf wird ein Vollbackup erstellt. Darin galt es 1.032.598 Objekte mit 90,91 GB zu sichern. Während ich nebenher im Internet surfte und Mails checkte, lief die Sicherung in 84 Minuten durch.

Erstes Vollbackup von Time Machine

Ich habe dann nochmal nen Vergleich gestartet zwischen meiner alten externen Platte und der neuen externen Platte per FW 800, FW 400 und USB 2.0. Dabei habe ich bei der DriveStation meine Data Partition, also die hintere und damit theoretisch etwas langsamere, benutzt. Den Test habe ich mit einer einzelnen 585 MB großen ISO Image Datei per iPhone gestoppt – dekadent, ich weiß:

  • von alter USB 2.0 Festplatte -> lokal : 63 Sekunden = 9,3 MByte pro Sekunde
  • von lokal -> alte USB 2.0 Festplatte : 65 Sekunden = 9 MByte pro Sekunde
  • von Buffalo DriveStation (Firewire 800) -> lokal : 11 Sekunden = 53,2 MByte pro Sekunde
  • von lokal -> Buffalo DriveStation (Firewire 800) : 13 Sekunden = 45 MByte pro Sekunde
  • von Buffalo DriveStation (Firewire 400) -> lokal : 15,4 Sekunden = 38 MByte pro Sekunde
  • von lokal -> Buffalo DriveStation (Firewire 400) : 18 Sekunden =  32,5 MByte pro Sekunde
  • von Buffalo DriveStation (USB 2.0) -> lokal : 38 Sekunden = 15,4 MByte pro Sekunde
  • von lokal -> Buffalo DriveStation (USB 2.0) : 40 Sekunden =  14,6MByte pro Sekunde

Der Umwelt zuliebe
Als ich mit der Buffalo DriveStation Combo4 unter dem Arm zur Tür herein kam, hatte ich nur Zeit für einen kurzen Funktionstest, da ich auf dem Sprung zum Sport war. Als ich den Mac in den Ruhezustand versetzte fiel mir direkt ein großer Unterschied zu meinem alten USB Laufwerk auf – die Buffalo DriveStation fährt herunter! Meine Tests haben ergeben, dass sie dies unabhängig davon tut, über welchen Anschluss sie gerade angesprochen wird. Das Power-Management funktioniert auch im normalen Rechnerbetrieb hervorragend, das Parken der Köpfe, das Herunterfahren und Beschleunigen ist dabei zu hören, wenn die Platte anläuft oder zur Ruhe kommt.

Fazit
Das externe DriveStation Combo4 Laufwerk von Buffalo mit 1 Terabyte leistet, was ich mir erhofft habe. Ich habe massig Platz und meine Wahl für die FireWire 800 Schnittstelle (und vorher die Recherche im Netz, dass das Laufwerk diese auch flott bedienen kann) haben sich als goldrichtig erwiesen. Wenn nichts außergewöhnliches mehr geschieht, kann ich dieses Laufwerk nur wärmstens empfehlen. Der Preis geht für die Kapazität, den Lieferumfang und die Leistung völlig in Ordnung. Ich selbst habe bei meinem Händler 139 Euro netto bezahlt, es gibt das Laufwerk aber hier und da auch ein paar Euronen günstiger – dann kommt aber meist noch Versand dazu.

Kommentare (6)

  1. Hallo und vielen Dank für deinen Bereicht über die Combo4. Ich habe hier einen Mac Mini und möchte nun über Firewire 1TB anschließen. Derzeit habe ich 500GB mit USB, aber mir erscheint das etwas zu langsam. Deshalb suche ich eine echte schnelle Platte. Xbench ist ein sehr gutes einfache Programm um die Performane zu ermitteln. Unter http://www.xbench.com/ findest du die kostenlose Software. Wäre ganz nett, wenn du die Werte mal veröffentlichen würdest. Vielen Dank aus Düsseldorf.

  2. Hallo Klaus!

    Kein Problem, hier die Ergebnisse:

    Results 67.67
    System Info
    Xbench Version 1.3
    System Version 10.5.6 (9G55)
    Physical RAM 2048 MB
    Model iMac8,1
    Drive Type SAMSUNG HD103UJ
    Disk Test 67.67
    Sequential 72.12
    Uncached Write 85.37 52.42 MB/sec [4K blocks]
    Uncached Write 82.47 46.66 MB/sec [256K blocks]
    Uncached Read 43.49 12.73 MB/sec [4K blocks]
    Uncached Read 115.93 58.27 MB/sec [256K blocks]
    Random 63.73
    Uncached Write 25.42 2.69 MB/sec [4K blocks]
    Uncached Write 136.14 43.58 MB/sec [256K blocks]
    Uncached Read 108.90 0.77 MB/sec [4K blocks]
    Uncached Read 144.77 26.86 MB/sec [256K blocks]

  3. Vielen Dank für deinen Test, die Platte macht gut Dampf, da ich mit meiner USB-Platte nur auf 17MB/s komme, denke ich, ich freu mich schon mal auf Weihnachten. Ein guter Grund sich die Combo4 zu holen. :-)

  4. Hallo Alexander

    Danke für deinen Testbericht. Hat mir sehr weitergeholfen und war einer der Gründe dafür warum ich mir auch die Festplatte zugelegt habe. Super Ding. Du solltest Provision von Buffalo verlangen ;)

    Gruß Daniel

  5. Freut mich, dass dir mein Bericht geholfen hat und dass du zufrieden bist. An was für einem Rechner und mit welcher Schnittstelle arbeitest du?

  6. Habe sie jetzt über FW 800 laufen an meinem MacBook Pro. War ein wichtiger Punkt den die Platte erfüllen sollte, viele Anschlussmöglichkeiten. Habe hier massig Geräte rumstehen die die USB Ports gerne mal belegen (Drucker, Scanner, Externer Brenner und früher noch eine Externe Festplatte). Die FW Ports waren noch jungfräulich, habe ich nie genutzt, auch wenn ich das MacBook schon paar Jährchen habe.

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